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Die Jugend forscht AG bietet die Möglichkeit für interessierte und engagierte Schüler, ein naturwissenschaftliches Projekt zu beginnen, voranzutreiben und erfolgreich abzuschließen. Einen Höhepunkt stellt dabei die Teilnahme an Schülerwettbewerben, wie „Jugend forscht“, dem „B. Braun Schülerwettbewerb“ oder dem „Bundesumweltwettbewerb“ dar. Neben der Anerkennung und den (Geld)Preisen bei den Wettbewerben, steht aber die persönliche Entwicklung im Vordergrund (Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Eigenverantwortung). Schüler erhalten dabei Unterstützung vom Betreuungslehrer. Anstehende Aufgaben oder Probleme werden „auf Augenhöhe“ diskutiert. Diese Form des Arbeitens hat mit „normalem“ Unterricht nicht mehr viel zu tun. Vielmehr werden unbekannte Themen in projektorientierter Arbeit gemeinsam vorangetrieben. Von der ersten groben Idee bis zum fertig ausgearbeiteten Projekt, das ist „Forschung an der Schule“ – der Weg ist das Ziel. Wer Interesse an einem solchen Projekt hat, trifft sich einfach mit Herrn Croll zu einem Vorgespräch.

Schülerinnen der Edertalschule gewinnen unter anderem den Hessischen Staatspreis für intelligente Energien

staatspreis intelligente energien hna 29 05 2013

Mit ihrer „Algensuppe“, wie sie sie nennen, haben drei Schülerinnen der Edertalschule gleich drei große Erfolge bei naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerben erzielt. Die „Algensuppe“ dient einem konkreten Ziel: Janina Meyer, Laura Dzubiella und Mirjam Sulzmann erforschen seit zwei Jahren, wie man aus Mikroalgen Energie gewinnen kann. Sie verbrachten viel Freizeit im Labor und waren sogar an Heiligabend und Silvester in der Schule, um Werte zu messen. Nun erhielten die Abiturientinnen den Lohn für ihre Arbeit: Sie sind in der Kategorie „Schüler“ Gewinner des „Smart Energie Awards“ – das ist der hessische Staatspreis für intelligente Energien. Den mit 500 Euro dotierten Preis vergibt das Landesumweltministerium. Außerdem haben sie den Sonderpreis des Natur pur Awards 2012/2013 (1000 Euro) erhalten, der ebenfalls hessenweit vergeben wird. Hier haben sich die Schülerinnen gegen 40 andere Teams durchgesetzt. Die Freude über die Preise ist bei den jungen Frauen groß. Besonders stolz sind sie aber über die Teilnahme am Bundesumweltwettbewerb. Deutschlandweit werden nur zehn Gruppen eingeladen, die ihr Projekt einer Jury vorstellen dürfen: Die Edertalschule ist mit ihrem Projekt dabei. Im Juni fahren die Schülerinnen zur Präsentation nach Kiel. Mirjam, Laura und Janina haben im Rahmen der Jugendforscht-AG der Edertalschule versucht, aus den Algen einen Ersatzstoff für Kerosin herzustellen. Ob das funktioniert? „Ja, das geht“, erklärt Björn Croll, Fachsprecher der Chemie und betreuender Lehrer des Projekts.


 

Erfolge für Edertalschüler bei „Chemie-Olympiade“, „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“

sieger jugend forscht wlz fz 09 03 2013

Mike Pohl aus Battenberg hat es bei der „Chemie-Olympiade“ auf den sechsten Platz in Hessen geschafft. „Die Aufgaben, die er gelöst hat, gehen weit über das Schulniveau hinaus“, sagt sein Lehrer Björn Croll. Andere Schüler befassten sich mit Treibstoffherstellung aus Algen und damit, wie viele Bakterien sich auf Nagellack ansammeln. Björn Croll ist sichtlich stolz auf seinen Schüler Mike Pohl. Der Abiturient hat erfolgreich an der „Chemie-Olympiade“ teilgenommen und ist damit einer der besten Chemie-Schüler in ganz Hessen. Dabei war das nicht immer so: „Früher habe ich Chemie gehasst“, sagt der 19-Jährige. Erst später habe er begonnen, sich für das Fach zu interessieren. Im Rahmen der Chemie-Olympiade musste er Aufgaben aus allen Fachbereichen lösen. Dazu griff er auf Fachliteratur, aber auch auf das Internet zurück. Für die erste Runde mussten 50 Prozent der Aufgaben richtig gelöst sein – Mike Pohl erreichte 72 Prozent. Anschließend erreichte er in der zweiten Runde hessenweit den sechsten Platz und verpasste nur knapp die Zulassung zur dritten Runde. „Das ist ein unglaubliches Ergebnis“, sagt sein Lehrer Björn Croll, „vor allem, weil er das alles allein gemacht hat.“ Andere Schüler im Wettbewerb ließen sich von Lehrern oder Professoren beim Lösen der Aufgaben helfen. Ähnliche Aufgaben wird Mike Pohl auch künftig lösen: Er möchte Chemie studieren. Ebenfalls mit Chemie haben sich drei Abiturientinnen im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ zwei Jahre lang befasst und den ersten Preis beim Regionalentscheid Hessen-Nord gewonnen. Laura Dzubiella, Janina Meyer und Mirjam Sulzmann haben mit Algen experimentiert und geprüft, ob sie als Energielieferant infrage kommen. Ziel ist es, einen nahezu CO2-neutralen Treibstoff als Alternative zu Erdöl zu finden. Sie fanden heraus, dass die Alge sowohl einige Tage bei minus 18 Grad als auch bei plus 40 Grad überlebt und auch in Salzwasser gedeiht. Zu dem Forschungsprojekt gehörte ein Freilandversuch auf dem Schuldach. Die drei Abiturientinnen schlussfolgerten, dass die Alge grundsätzlich als Bio-Treibstoff geeignet wäre, die Kosten für Kultivierung, Ernte und Verarbeitung aber noch zu hoch sind.


 

Mikroalgen als Energielieferant

Laura Dzubiella, Stephanie Koch und Janina Meyer forschen weiter an der Mikroalge Nannochloropsis limnetica und untersuchen, ob der daraus zu gewinnende Treibstoff als Kerosinersatzstoff dienen kann. Bisherige Erfolge: 2. Platz beim Regionalentscheid „Hessen Nord“ von Jugend forscht, Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“, Teilnahme am Siemens Schülerwettbewerb und Gewinner des "Hessischen Staatspreises für intelligente Energien 2012" mit einem Preisgeld von 1000 €.

 

OLEDs

Die Beleuchtung der Zukunft wird durch organische LEDs erfolgen, so genannten OLEDs. Henrik Bornmann, Ingrid Olschewski und Moritz-M. Barthelmay wollen solche OLEDs selber herstellen und weiterführende Experimente damit durchführen.

Biochar

Ein rieser Teil der weltweiten Energie wird für die Herstellung von Dünger verwendet. Möglicherweise erlaubt die Vermischung mit Pflanzenkohle einen geringeren Einsatz von Dünger bei gleichem Ertrag. Johanna Krähling und Malaika Isken führen dazu Experimente u.a. mit Sommergerste durch.

 

Genetischer Fingerabdruck

Bei der Aufklärung von Kapitalverbrechen werden Täter häufig mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks überführt. Julia Balz, Sarah Lipinski und Schirin Schwarz wollen diese Technik nutzen, um anderen "Tätern" auf die Spur zu kommen (mehr wird noch nicht verraten).

 

Nanopartikel

Die Verschmutzung der Lebensräume durch Nanopartikel ist ein bisher kaum beachtetes Problem. Carolin Balouschek und Yvonne Benatzy wollen hier mit geeigneten Untersuchungsmethoden für Aufklärung sorgen.

 

Bisherige Projekte

Faktoren für eine gute Konzentrationsfähigkeit (2012)

Laura Hoven und Hanna-Lena Wilhelm untersuchten, wie sich die Konzentrationsfähigkeit im Tagesverlauf ändert und von welchen anderen Faktoren sie abhängt. Hierzu benutzten sie einen Online-Fragebogen und ein selbst entworfenen Reaktionsprogramms am Computer, womit sie an drei Tagen über 1000 Schüler der Edertalschule zwischen 11 und 19 Jahren testeten. Dies führte dazu, dass die Ergebnisse der Arbeit statistisch gut unterlegt sind und damit eine hohe Aussagekraft besitzen. Die Empfehlung für alle, die ihre Konzentrationsfähigkeit steigern wollen: Nicht zu lange (oder zu wenig) schlafen, Stress vermeiden, immer wieder kleine Pausen einlegen, wenig oder noch besser keinen Alkohol oder Nikotin konsumieren und möglichst viel Sport zu betreiben (idealerweise 1 Stunde pro Tag). Erfolge: 1. Platz beim Regionalentscheid „Hessen Nord“ von Jungend forscht, Sonderpreis „Zerstörungsfreie Prüfung“, 3. Platz beim Landesentscheid von Jugend forscht, 1. Platz beim „B. Braun Schülerwettbewerb“ und Gewinn von 3000 € sowie einer Exkursion zur Aesculap Akademie in Tuttlingen.

Lernprozesse beeinflussen (2012)

Lucas Bemfert, Yannik Moryson und Fabian Schmitz untersuchten, ob Mädchen und Jungen unterschiedlich lernen, ob ihr Alter einen Einfluss darauf hat und ob man das Lernen durch äußere Effekte beeinflussen kann, z.B. durch Musik hören. Sie fanden heraus, dass sich Mädchen leichter typisch weibliche Bilder merken, Jungen aber erstaunlicherweise nicht typisch männliche, sondern auch tendenzielle eher typische weibliche. Außerdem merkten sich Mädchen in allen Jahrgangstufen mehr Bilder als Jungen. Die Bilder am Anfang der Präsentation wurden häufiger als andere Bilder gemerkt. Die Schüler, die Musik bei der Präsentation hörten, merkten sich insgesamt weniger, als die Schüler die keine Musik hörten. Erfolge: 2. Platz beim Regionalentscheid „Hessen Nord“ von Jungend forscht, 2. Platz beim „B. Braun Schülerwettbewerb“ und Gewinn von 2250 € sowie einer Exkursion zum X-Lab nach Göttingen-

Biodiesel aus Mikroalgen (2011)

Elisabeth Kinder, Vanessa Miß und Van Anh Tran haben die Mikroalge Nannochloropsis limnetica für ihre Forschung gefunden und konnten zeigen, dass sich daraus Biodiesel herstellen lässt. Sie besitzt zudem noch Vorteile (schnelleres Wachstum, höherer Lipidanteil) gegenüber der in Pilotprojekten verwendeten Standardalge Chlorella vulgaris. Erfolge: 1. Platz beim Regionalentscheid „Hessen Nord“ von Jugend forscht 2011 und Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“, 3. Platz beim Landesentscheid von Jugend forscht 2011 und Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“, Sonderpreis Bundesumweltwettbewerb 2011

Entwicklung einer Methode zur experimentellen Untersuchung des CO2-Anteils der Ausatemluft bei unterschiedlichen sportlichen Belastungen (2010)

Wadim Haas, Kevin Hofmann und Nico Tönges konnten nach Entwicklung einer geeigneten Methode zeigen, dass der Anteil des Kohlenstoffdioxids in der Ausatemluft bei gleichmäßiger, moderater Belastung im Vergleich zum Ruhezustand um ca. 50% zunimmt.

Nachweis von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien im Rachenraum (2010)

Maren Ruckert, Louisa Schwickerath und Carmen Wickert kultivierten Streptokokken aus dem Rachenraum von Personen unterschiedlichen Alters und wiesen variierende Wirksamkeiten verschiedener Antibiotika nach. Teilweise konnten sogar multiresistente Keime gefunden werden. Erfolge: 3.Platz beim „B. Braun Schülerwettbewerb 2010“ und Gewinn eines Preisgeldes in Höhe von 1500,- Euro.