Fachschaft Mathematik

"Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit. " Albert Einstein

mathe logoDas neue Kerncurriculum für Hessen - Mathematik

Das Unterrichtsfach Mathematik sieht sich in der Tradition der kulturellen Entwicklung. Mathematik bildet eine Grundlage für die Bewältigung von Anforderungen aus der unmittelbaren Lebenswelt und zur Gestaltung der Zukunft durch die Lernenden. Das Unterrichtsfach Mathematik legt zusammen mit anderen Fächern das Fundament, damit sich die Bildung der Lernenden entfalten kann, und ist Voraussetzung für das lebenslange Lernen. In Verbindung mit der Ausbildung innermathematischer Strategien und deren flexibler Nutzung wird die Denkfähigkeit erweitert. Die mathematische Bildung ermöglicht es, sich im Alltag zu orientieren und sich konstruktiv mit den Entwicklungen in der Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Vorhaben der Fachschaft Mathematik

Zwischen dem Bild Einsteins und der Formulierung der Autoren des hessischen Kerncurriculums ergibt sich ein scheinbarer Widerspruch. Betrachtet man beide Aussagen genauer, so bezieht sich Einstein auf die „reine Mathematik“, wie sie etwa an den Universitäten gelehrt wird. Diese Form der Mathematik kann man als Geisteswissenschaft betrachten. Das Bild der Mathematik, wie es in den Kerncurricula dargestellt wird bezieht sich auf die Funktion der Mathematik in unserem täglichen Prozess des Wissenserwerbs und Lernens. Daraus resultiert die große Bedeutung der „realen Mathematik“ für den denkenden Menschen und damit auch die große Gewichtung der Mathematik in Schule. Die Herausforderung an einen modernen Mathematikunterricht ist die Symbiose der beiden Anschauungen. Die didaktische und methodische Umsetzung erarbeitet die Fachschaft Mathematik der Edertalschule zurzeit und wird die Ergebnisse in den Prozess eines schulinternen Fachcurriculums münden lassen.

O. Blinn, Fachsprecher

 

Aus dem Unterricht

sofi mathe agDie Mathe-AG der Oberstufe setzte sich in der letzten Woche noch einmal mit der Sonnenfinsternis vom 21.03.15 auseinander. Da es genügend Bildmaterial gab, wurde eines der Fotos, die Herr Starck angefertigt hatte analysiert und mit der Geometrie-Software GeoGebra untersucht. Hierzu wurde das Foto der maximalen Überdeckung ausgewählt und Mond und Sonne durch Kreise approximiert. Die Winkel der Kreissegmente waren zunächst zu bestimmen und daraus wurden die Flächeninhalte gefolgert. So ergab sich eine Überdeckung von rechnerisch 81,2521%. Es fiel uns ferner auf, dass das Verhältnis von Mondradius zu Sonnenradius größer als eins war. Hieraus lassen sich nun weitere spannende mathematische Fragestellungen entwickeln.


   

Edertalschule bietet Treffen für mathematisch interessierte Schüler

auszeichnungen mathetreff wlz fz 17 12 2014

Eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme an dem außerschulischen Kurs „Mathetreff 3456“ erhielten am Freitag 18 Schüler der Edertalschule.
Die Neun- bis Elfjährigen hatten sich an fünf Terminen zu jeweils zwei Stunden im Konferenzraum der Frankenberger Bank getroffen, um dort – unter Aufsicht ihrer Lehrer
Oliver Blinn und Lea Böcher sowie je einem von insgesamt fünf Oberstufenschülern – in Dreiergruppen mathematische Aufgabenstellungen zu bearbeiten. Der „Mathetreff 3456“ ist eine Aktion des Zentrums für Mathematik und richtet sich an Schüler der dritten bis sechsten Klasse. Die immer am Freitagnachmittag stattfindenden Treffen boten den Schülern die Möglichkeit, sich auch außerhalb der Schule mit Mathematik zu beschäftigen und bereits vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. „Wir haben uns mit vielseitigen Knobelaufgaben beschäftigt und diese auch veranschaulicht. Die Kinder waren mit viel Freude dabei“, berichtete Blinn. „Im letzten Jahr gab es sogar drei Sta1eln – wegen der
großen Nachfrage“. Zudem hilft der „Mathetreff 3456“ den Kindern auch beim Anwenden von Problemlösestrategien und fördert die Teamfähigkeit. „Die Edertalschule ist jetzt offiziell eine MINT-Schule und arbeitet daran, ein Portfolio für jeden Schüler zu erstellen, das sich positiv auf spätere Bewerbungen auswirken soll“, berichtet Blinn. Dort sollen Urkunden eingeheftet werden, die als Nachweis für die Teilnahme an besonderen Veranstaltungen dienen. Zudem sollen die Schüler in Zukunft Punkte für erfolgreich abgeschlossene Veranstaltungen bekommen. Als besonderen Abschluss durften die Schüler am Freitag einen Blick in den Tresor der Frankenberger Bank werfen. Dirk Paulus führte sie herum und lobte später ihr vorbildliches Verhalten während der Treffen im Konferenzraum. Mathematiklehrer Blinn dankte Paulus für die „Gastfreundlichkeit“ und sagte den Schülern, es habe großen Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten. An mathematischen Fragen interessierte Schüler können sich gemeinsam mit ihren Eltern über www.z-f-m.de registrieren und zu den nächsten Treffen anmelden.