Rund 300 Mitwirkende bei der Regionalbegegnung „Schulen musizieren“
„Es ist toll, auch einmal die Musik der anderen Schulen zu hören.“ Mit diesen Worten hat der Frankenberger Musiklehrer Matthias Müller am Freitag die Regionalbegegnung „Schulen in Hessen musizieren“ in der Kulturhalle kommentiert. Sechs Schulen mit 13 Ensembles und rund 300 mitwirkenden Sängern und Musikern boten drei Stunden lang ein breitgefächertes Programm: Das Repertoire reichte von Bigband-Musik über Sologesang bis zur klassischen Musik – vom traditionellen „Bruder Jakob“ bis zum Poptitel „Big in Japan“ von Alphaville und bis zum Klassiker „My Way“ von Frank Sinatra. „Wir als Edertalschule freuen uns, wieder Gastgeber der Regionalbegegnung sein zu dürfen“, sagte Schulleiter Claus-Hartwig Otto bei der Begrüßung. Er erinnerte daran, dass es sich bei dem Treffen um ein reines „Begegnungskonzert“ handele – nicht um ein Wettbewerbskonzert. „Wir wollen Spaß haben und das feiern, was die Schulen verbindet“, betonte Otto. Als mitwirkende Chöre, Orchester und Schulbands begrüßte er neben den fünf Ensembles der Edertalschule noch Musikgruppen von Schulen aus Bad Arolsen, Bad Wildungen, Marburg, Amöneburg und Eschenburg. Veranstalter der Regionalbegegnung war wieder der Verband für musikalische Bildung an Schulen. „In diesen Tagen musizieren fast 4000 Schüler in 110 Ensembles an neun hessischen Standorten miteinander“, sagte Tilmann Jerrentrup (Wiesbaden) vom Bundesverband für Musikunterricht. Für ihn war die Regionalbegegnung diesmal eine ganz besondere Veranstaltung. „Vor langer Zeit habe ich in Frankenberg mein Abitur gemacht“, erinnerte Jerrentrup - er ist der Sohn des langjährigen Orchesterleiters der Edertalschule, Wilfried Jerrentrup. „Genießt die Musik, erlebt das breite Spektrum und lasst euch inspirieren“, rief Jerrentrup den jungen Musikern aller Altersklassen zu - von der Klasse 5 bis zur Klasse 13 waren alle vertreten. Sein Dank galt den Ensembleleitern auch für die „große musikalische Bandbreite“. Ein großes Kompliment machte er dem Frankenberger Gymnasium: „Mit über 200 Musikern ist die Edertalschule in Sachen Musik wahnsinnig gut aufgestellt“, sagte Jerrentrup. Das Gymnasium ist „Schule mit Schwerpunkt Musik“. Mit dem Titel „Nr. 1“ eröffnete die Orchesterklasse 5 der Edertalschule die Begegnung. „Die Mitwirkenden spielen erst seit Anfang des Schuljahres“, erklärte Leiterin Gertrud Will. „Sweet Dreams“ hatte die A-cappella-Grupp „En Voc!“ der Martin-Luther-Schule Marburg im Repertoire: „Wir schenken euch ein paar süße Träume, bei all dem Wahnsinn, der in der Welt passiert“, sagte Leiterin Bettina Griesel. Improvisieren musste die Bigband der Arolser Christian-Rauch-Schule beim Duke-Ellington-Titel „Caravan“: Leiter Werner Sostmann: „Unsere Sängerin ist krank, deshalb switchen wir auf die Instrumentalversion um.“ Für alle Vorträge gab es mitunter tosenden Beifall. Am Ende gab es ein gemeinsames Finale – und für jedes Ensemble eine Teilnahme-Urkunde.
Die mitwirkenden Ensembles:
Bigband der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen, Orchesterklasse 5 der Edertalschule Frankenberg, „Bandprojekt 20/202 Gustav-Stresemann-Gymnasiums Bad Wildungen, A-cappella-Gruppe „En Voc! der Martin-Luther-Schule Marburg, Orchesterklasse 6 der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen, Bigband Mönhattan der Stiftschule St. Johann Amöneburg, Bigband der Edertalschule Frankenberg, Kammerchor der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen, Orchesterklasse 6 der Edertalschule Frankenberg, Orchesterklasse 9 der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen, „Elderberries Orchestra“ der Holderbergschule Eschenburg, Mittel- und Oberstufenchor der Edertalschule, Jugendsinfonieorchester der Edertalschule.
Text und Fotos: mjx, HNA vom 15.02.20




















Wie mittlerweile gewohnt, stand Ende Januar das Steminar für eine kleine Gruppe besonders engagierter Schüler der Klassen zehn an. In einer ereignisreichen Woche wurde in der Jugendherberge „Hohe Fahrt“ an verschiedenen MINT- und Kreativprojekten gearbeitet.
Gemeinsam mit Schülern unserer holländischen Kooperationsschule aus Drachten und einer kleinen Gruppe aus Fritzlar erarbeiteten die Teams in englischer Sprache verschiedene Aspekte in ihren Schwerpunktthemen. Eine der Gruppen befasste sich mit dem Edersee aus biologischer Sicht. So standen durch Ranger geführte Exkursionen in das Kellerwaldzentrum und den Tierpark einerseits auf dem Programm. Andererseits erarbeiteten die Schüler eine komplexe Modellierung, die zum Ziel hatte, das Wasser aus dem Edersee zum auf einem Berg gelegenen Wildpark zu pumpen. Hierzu wurden verschiedene biologische Modelle entwickelt und auf Realisierung überprüft.
Die Mathematiker (Ingenieure) beschäftigten sich zunächst mit Knobelaufgaben und dem CAS-Rechner. Anschließend wurde es auch sehr praxisorientiert: Während eine kleine Gruppe sich mit der Programmierung von Lego Mindstorm-Robotern beschäftigte machte sich der zweite Teil der Gruppe auf den Weg, ein Fahrzeug zu bauen, das primär aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden sollte. Den Abschluss bildete ein Rennen und der Concours d’elegance, bei dem die kreative Leistung bewertet wurde.
Das traditionell von den niederländischen Kolleginnen betreute Projekt zum kreativen Schreiben brachte zur Präsentation am Donnerstag eine große Bandbreite von Arbeiten hervor. Es wurden Geschichten geschrieben, Filme hergestellt und eine Fülle von kreativen Techniken präsentiert.
Rund um die langen Workshop-Phasen gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Gemeinsame Spiele am Abend, eine Stadtbesichtigung von Fritzlar und anschließendes Bowling, über einen Filmabend bis hin zum Abschluss mit Karaoke sorgten dafür, dass in der Woche viele Kontakte geknüpft wurden. Eine Woche lang zusammen kreativ arbeiten, kooperativ und kommunikativ Strategien entwickeln und das ganze selbstverständlich alles in englischer Sprache führten zu einer guten Stimmung und herausragenden Ergebnissen.
Organisiert wird das Steminar von Herrn Blinn. In diesem Jahr wurde der Biologie-Workshop von Frau Kroh geplant und umgesetzt, die in der Vorbereitung auch auf die Unterstützung und Erfahrungen von Frau Schulte aus dem Vorjahr aufbauen konnte.
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