Edertalschüler bei MINT-Workshop in der Jugendherberge Hohe Fahrt
Die Köpfe zusammenstecken, gemeinsam Lösungen suchen, miteinander reden: Das war das Ziel eines einwöchigen Workshops am Edersee, an dem fast 50 Schüler aus der Region und den Niederlanden teilnahmen. Schon zum zweiten Mal waren die Schüler der Edertalschule Frankenberg und der König-Heinrich-Schule Fritzlar mit den Niederländern zu Gast in der Jugendherberge Hohe Fahrt, wo sie in unterschiedlichsten Workshops arbeiteten. Vor allem der Bereich MINT (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) stand dabei im Fokus, aber auch Kultur. So beschäftigten sich die Zehntklässler in einer Gruppe damit, Roboterfahrzeuge zu programmieren. Losfahren, Plastiksteine einsammeln und in eine Basisstation bringen – diese und viele andere Handlungen haben die Schüler den Fahrzeugen einprogrammiert. Für die Schüler durchaus nichts Neues: Wie William Müller programmieren sie als Hobby. Algebrasysteme, Knobelaufgaben und eine Wasserzuleitung waren weitere Schwerpunkte im MINT-Bereich. Um kreatives Schreiben ging es dann eher darum, kreativ Geschichten zu erzählen, ob als Film oder als geschriebene Geschichte. Dabei ließen sich die Schüler von der Region inspirieren: Mandy Wiersma und Eline Wijnja schufen ein Edersee-Monster für ihren Kurzfilm. Einer der wichtigsten Aspekte beim Workshop in der Jugendherberge: Gesprochen wird ausschließlich Englisch, erklärt Oliver Blinn, Lehrer der Edertalschule. Neben gemischten Arbeitsgruppen gibt es auch gemischte Zimmer mit Frankenbergern, Fritzlarern und Niederländern. Gemeinsam wurde aber in der Woche am Edersee nicht nur gearbeitet. An einem Abend ging es für eine Stadtführung und Bowling nach Fritzlar, an einem Abend gab es einen Spieleabend. Und zum Edersee-Staudamm und Schloss Waldeck ging es für die 47 Jugendlichen und acht Lehrer auch noch. Auch im vergangenen Jahr gab es den Workshop am Edersee, im nächsten Jahr geht es wahrscheinlich in die Niederlande. „Gern auch mit mehr Schülern“, sagt Blinn. Zur Finanzierung müsse sich jede Schule selbst um Förderung kümmern. Einen Teil der Kosten tragen zudem die Schüler beziehungsweise deren Eltern.

