Talente werden gezielt gefördert (HNA, 28.02.2017)

Talente werden gezielt gefördert (HNA, 28.02.2017)

Kurs „Mathemacher“ löst knifflige Aufgaben und arbeitet praktisch

talente werden gezielt gefoerdert 280217Die Teenager sind neugierig und tüfteln, basteln und rechnen gerne: Unter dem Motto „Mathemacher“ treffen sich nun schon seit Anfang des Schuljahres Jungen und Mädchen aus verschiedenen Schulen, um zusammen knifflige Knobelaufgaben zu lösen oder Dämpfer für Schubkästen zu bauen, wie jetzt beim Frankenberger Druck- und Spritzgusswerk Hettich. „Was die Schüler hier machen, ist eine richtige Filigranarbeit“, erkannte Hanna Skroch vom Hettich-Personalmanagement, die den jungen Talenten beim Zusammenbauen der Dämpfer interessiert über die Schulter schaute. Die Frankenberger Firma Hettich, die Frankenberger Bank, Ernst-Treppenbau in Bottendorf und auch das Gymnasium Edertalschule sind Kooperationspartner des Projektes, sie stellen für die Kurse Räumlichkeiten zur Verfügung. Den Kurs „Mathemacher“ ganz ohne Noten und in lockerer Runde neben dem regulären Schulunterricht leitet Oberstudienrat Oliver Blinn zusammen mit seiner Mathe-Kollegin und Studienrätin Lea Böcher von der Frankenberger Edertalschule. „Wir machen Begabtenförderung schon seit Jahren im Rahmen unserer so genannten MINT-Aktivitäten“, sagt der Mathe-Lehrer des Frankenberger Gymnasiums. Die MINT-Fächer beinhalten die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Bei den Mathemachern sollen Talente nun schon von der dritten bis zur sechsten Klasse gezielt gefördert werden“ – und zwar von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule, erzählt Blinn. Im Vorfeld seien die Bildungseinrichtungen im Altkreis daher angeschrieben worden, von Gemünden bis Herzhausen und Battenberg. „Das Projekt Mathemacher ist eine Denkerrunde und ein Mathetreff. Dabei sollen die jungen Schüler für die MINT-Fächer begeistert werden“, sagt Oliver Blinn. Den Erfolg kann er bei jedem Kurs sehen: „Das läuft super, richtig gut.“  Und durch die Treffen in den heimischen Unternehmen solle auch ein direkter Bezug zu diesen Firmen hergestellt werden, erklärte er einen weiteren Hintergrund des Kurses. „Hier können die Schüler direkt vor Ort sehen, wo Ingenieure und Mathematiker gebraucht werden.“ Für die Jungen und Mädchens sei es ganz wichtig, „einen Ausblick“ zu haben. An den Treffen der „Mathemacher“ nehmen immer 20 Schüler im Alter zwischen neun und 13 Jahren teil. Sie sind immer mit Feuereifer bei der Sache, auch bei der Präsentation ihrer Arbeiten: „Man muss auch über Mathe reden können“, sagt Oliver Blinn, ehe er am Ende an jeden Schüler ein Zertifikat überreicht.