Edertalschule mit Rekord (HNA, 21.02.2017)
Siege beim Regionalentscheid „Jugend forscht“ – Drei Gruppen zum Landeswettbewerb
Die Schüler des Frankenberger Gymnasiums Edertalschule haben beim Regionalentscheid „Jugend forscht“ beeindruckende Ergebnisse erreicht: Mit vier Teams am Start, schaffte die Edertalschule zwei Regionalsiege und einen zweiten Platz, zudem stellte das Frankenberger Gymnasium die beste „Interdisziplinäre Arbeit“. Damit nimmt die Edertalschule nun mit drei Gruppen am Landesentscheid am 14. und am 15. März im südhessischen Darmstadt teil, das schriftliche Abitur beginnt am 16. März. „Vier Teams bedeuten nicht nur eine Rekordteilnahme unserer Schule, wir haben in Kassel auch ein Rekordergebnis geschafft“, kommentierte der stellvertretende Schulleiter Uwe Neumann das Abschneiden seiner Schüler. „Das ist so nicht selbstverständlich“, sagte Neumann. Dabei erinnerte er daran, dass an das wissenschaftliche Arbeiten und das Niveau der Arbeiten ein sehr hoher Anspruch gestellt werde. Allein die Teilnahme sei daher schon ein sehr großer Erfolg – „das ist schon eine Auszeichnung“. Die Schüler seien engagiert und hoch motiviert zu Werke gegangen, machte Neumann deutlich, sein Dank galt aber auch allen Betreuern, Begleitern, Ideengebern und Mutmachern: „Die Arbeiten unserer Schüler haben eine wissenschaftliche Tiefe, das findet auch über die Region hinaus Anerkennung“, gratulierte Neumann. Dass die Erfolge hart erarbeitet wurden, sagte Oberstudienrat Björn Croll. Manche Forschungarbeiten seien schon vor zwei Jahren gestartet worden, neben den schulischen Belastungen in der Oberstufe wöchentlich mehrere Stunden und mitunter auch ganze Tage an solchen Projekten zu arbeiten, sei eine „tolle Leistung“. Die wissenschaftlichen Arbeiten der Schüler seien von der Jury in Kassel sehr wertgeschätzt und gewürdigt worden, freute sich Mathe-Lehrer Oliver Blinn.
Was mit Salat unter Alufolie passiert
Elias Mahn, Jan-Luca Müller und Johanna Wolf wurden mit ihren Untersuchungen „Alufolie– Segen oder Fluch“ Regionalsieger in der Kategorie Chemie. Die drei Jungforscher untersuchten dabei, wie viele Aluminium-Ionen sich durch Kontakt mit Essigsäure aus Alufolie herauslösen – beispielsweise, wenn ein Salat für eine Party mit Alufolie abgedeckt wird. Laura Hallmann und Dina Röhle entwickelten einen völlig neuen „Nachweis von Glyphosat“ und wurden damit Regionalsieger in der Kategorie Biologie. Mit ihrer neuen Methode können die Schülerinnen Glyphosat-Konzentrationen sicher nachweisen, die im Bereich von realen Gewässerproben liegen. Annalena Kleck, Max Heide und Jan-Luca Neumark haben mit ihrer Arbeit die Verkehrssituation rund um die Edertalschule verbessert und damit den ersten Preis im Bereich „Interdisziplinäre Arbeit“ erhalten. Ein weiteres Team mit Janet Cvetko, Adrian Adomeit und Nicolas Hebeler setzte sich unter anderem mit der Verbesserung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes auseinander und erzielte damit einen überzeugenden zweiten Platz. Die Jury in Kassel zeigte sich besonders von der Tiefe der Arbeiten der Frankenberger Edertalschüler beeindruckt, und auch die Ansatzstellungen wurden gelobt. Zwei Gruppen wurden bei ihren wissenschaftlichen Arbeiten von Björn Croll betreut, die beiden weiteren von Oliver Blinn. Ein besonderer Dank galt Dario Adomeit. Er sorgte als Fotograf der Schulteams für eine gelungene fotografische Dokumentation der wissenschaftlichen Arbeiten.

