Besonderer Notfall für den Schulsanitätsdienst

Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes wurden zu einer besonderen Hilfeleistung gerufen.

besonderer notfall fuer den schulsanitaetsdienstWährend die Schulsanitäter ihre Erwartungen an den samstäglichen Fortbildungstag beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Frankenberg formulierten und dabei auch von ihren vielfältigen Einsätzen in der Schule berichteten, betrat ein Mann mit einer stark blutenden Schnittwunde am linken Unterarm den Raum. Sofort kümmerten sich die erfahrenen Kräfte des Schulsanitätsdienstes Marlena Kesper, Tanja Ahlborn sowie Lucie Kessler in einer routinierten Arbeitsteilung um den Verletzten. Sie ahnten noch nicht, dass der Mann während der Versorgung plötzlich das Bewusstsein verlieren würde und bis zum Eintreffen des Notarztes reanimiert werden musste. Glücklicherweise war dieses Szenario nur eine unangekündigte Übung für die Schulsanitäter, die an diesem Tag acht neue Mitglieder aus den 8.Klassen begrüßen durften.

„Ihr habt die Königsdisziplin der Ersten Hilfe beeindruckend und wirklich sehr gut gelöst“, meinte Ömer Balkaya, der mit seinem Kollegen Jan Köster den Weiterbildungstag im DRK Haus leitete.
Die beiden Ausbilder des DRK sind Teil des neuen Konzeptes des Schulsanitätsdienstes. Danach soll es in regelmäßigen Abständen während des Schulhalbjahres themenspezifische Weiterbildungen geben, die sehr praxisorientiert sind, jedoch gleichzeitig die medizinischen Zusammenhänge vertiefen sollen. Zudem sind alle Mitglieder des Schulsanitätsdienstes jederzeit zu den Übungsabenden der DRK-Bereitschaft Frankenberg eingeladen um sich stetig weiter zu qualifizieren zu können.
Inhaltlich stand im Anschluss an den gelungenen Start in den Tag das Thema „Einsatzstrategie“. Die Schulsanitäter zeigten, dass sie das so genannte Scene Safety Situation Schema exzellent auf die Schule übertragen konnten, sodass die nächsten Fallbeispiele nicht lange auf sich warten ließen.
Diesmal wurde ein Krampfanfall in einer Klasse voller aufgeregter Schüler simuliert und die neuen Schulsanitäter, die noch nie Erste Hilfe geleistet hatten, direkt mit der Bewältigung der Situation konfrontiert. Hierbei wendeten sie instinktiv die Basics der Ersten Hilfe richtig an und zeigten so, letztlich auch sich selbst, dass Erste Hilfe am Menschen vor allem etwas mit dem gesunden Menschenverstand zu tun hat.
Ein weiterer Schwerpunkt des Tages war das Bewusstsein. Anhand des so genannten Disco Checks lernten die Sanis anhand fiktiver Fallbeispiele im Lädchen gegenüber der Schule sowie bei einem Motorradsturz auf der Geismarer Straße das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Es folgte noch eine Stationenarbeit, in der jeweils jahrgangsübergreifende Teams bestimmte Verletzungen behandeln mussten. Insbesondere dieser Praxisteil des Tages gab viel Sicherheit für das Teamwork während der Einsätze in der Schule. Abschließend durfte natürlich ein Reanimationstraining nicht fehlen, bei dem die Herz Druck Massage sowie die Mund zu Mund Beatmung trainiert wurde.
Am Ende des Tages sprachen die Schüler von einem motivierenden und lehrreichen Tag, bei dem die intensive Praxisarbeit mit den anderen Schulsanitätern jahrgangsübergreifend am meisten Freude bereitet hat.