Schulsanitäter erhalten spannende Einblicke und Informationen von Profis

workshop drk rettungssanitaeter 2015Einen spannenden und erkenntnisreichen Samstag erlebte die Schulsanitätsdienst AG auf der DRK Rettungswache in der Frankenberger Auestraße. Julian Wiggelinghoff und Jan Köster vom DRK informierten die Edertalschüler zu Beginn des Tages über das neue Berufsbild des Notfallsanitäters. Hierbei wurden die Strukturen und die Inhalte der Ausbildung verdeutlicht. Überraschend für die Schulsanitäter war, dass z.B. ein Kursus „medizinisches Englisch“ im Curriculum verankert ist.
Von vielen ehemaligen Edertalschülern bereits angenommen wurde das Angebot eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Rettungsdienst.  Hierzu erfuhren die Schulsanitäter, dass man zu Beginn des FSJ zuerst eine 13wöchige modulare Ausbildung zum Rettungssanitäter absolvieren und zudem die Führerscheinklasse C1 erwerben muss, damit man in der Notfallversorgung von Patienten eingesetzt werden darf bzw. um die Rettungswagen steuern zu dürfen. Besonders attraktiv erschien den Schülern, dass man mit dieser Qualifikation überall in Deutschland als Aushilfe im Rettungsdienst tätig sein darf und sich so die Möglichkeit eines Zubrotes z.B. im Studium eröffnet.
Natürlich durfte die obligatorische Besichtigung eines Rettungswagens (RTW) nicht fehlen. Dabei wurden alle Fächer und Schubladen des RTWs geöffnet und diverse Möglichkeiten der Patientenversorgung demonstriert. So wurde z.B. ein EKG geschrieben, eine Sauerstoffmaske aufgesetzt oder auch der Inhalt des Rettungsrucksacks intensiv erforscht.
Ganz praktisch wurde es jedoch auch noch, da es auch ein Anliegen des Besuches war, dass die Schulsanitäter lernen, welche Informationen  über einen Patienten bzw. den Unfallhergang/des Krankheitsbildes bei der Übergabe an den Rettungsdienst wichtig sind. Hierzu wurden diverse Fallbeispiele simuliert, die zudem mit dem professionellen Gerät aus dem Rettungswagen ergänzt wurden. So lernten die Schüler z.B. den Umgang mit der Schaufeltrage, der Vakuummatraze, dem Spineboard oder auch die Beutelbeatmung mit einem Larynxtubus. Hierbei war insbesondere Teamwork gefragt.
Zum Abschluss durften die Schulsanitäter alle Räumlichkeiten der Rettungswache kennen lernen und erhielten die herzliche Einladung in der DRK Bereitschaft vorbeizuschauen um noch tiefer in die Thematik der Ersten Hilfe einzutauchen und sich ggf. noch weiter zu qualifizieren.
Es war ein spannender Tag für das Team des Schulsanitätsdienstes, welches sich ganz herzlich bei allen Mitwirkenden des DRK Frankenberg bedankt.