Keine Scheu beim Tanzen (HNA, 08.06.2017)
15 Gastschüler aus Singapur im Frankenberger Land – Tanzabend mit der Landjugend
Erlebnisreiche Tage mit vielen neuen Eindrücken verbringen gerade 15 Schüler aus Singapur im Frankenberger Land. Die Stipendiaten sind für drei Wochen zu Gast an der Edertalschule und haben schon in der ersten Woche ihres Aufenthaltes einiges für sie völlig neues, wie beispielsweise Kühe „in freier Wildbahn“, gesehen. „Mein Gastschüler war ganz fasziniert davon, dass er von seinem Zimmerfenster aus Kühe sehen kann“, sagte Edertalschülerin Elli Mandel gegenüber der HNA. „Die haben ja keine Kühe in Singapur“, ergänzte Johanna Linn. Auch ein Tanzabend mit der Landjugend Geismar im neu gestalteten Außenbereich des Dorfgemeinschaftshauses wird den weit gereisten Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Schnell hatten sie dort ihre anfängliche Scheu überwunden und eifrig die neu erlernten Tanzschritte ausprobiert. „Wenn sie ein bisschen warm geworden sind, haben sie alle Spaß daran“, sagte Elena Grass von der Landjugend Geismar, deren Vorstandsteam schon seit etlichen Jahren ausländische Schülergruppen zum Tanzabend einlädt. Meistens sei die Hemmschwelle beim Mitmachen der Volkstänze bei den deutschen Schülern noch größer als für die jeweiligen Gastschüler, so Grass. Am Ende war die Begeisterung der Singapurianer so groß, dass diese sogar den Wunsch äußerten, einen der Tänze noch mal ohne Hilfestellung der Landjugendmitglieder alleine vortanzen zu dürfen. „Ich bin begeistert“, merkte der betreuende Fachlehrer Marco Nezi schmunzelnd an. „Wir glauben, dass es eine schöne Tradition ist, dass wir hier einen Abend gemeinsam verbringen können“, betonte Nezi und dankte der Landjugend Geismar für ihre Gastfreundlichkeit. Der gemeinsame Tanzabend sei ein wertvoller Beitrag zur Völkerverständigung. Auch die Betreuerin der Singapurianer Sheela Östlund sprach von einer „wunderbaren Erfahrung“, die mit jeder Schülergruppe anders sein. „Der Besuch der Singapurinaner an der Edertalschule findet im Rahmen eines Sprachkurses statt, der vom pädagogischen Austauschdienst Deutschland organisiert und aus Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert wird. Alle teilnehmenden Schüler sind Stipendiaten, die ein Bewerbungsverfahren durchlaufen haben und bereits über Vorkenntnisse der deutschen Sprache verfügen“, teilte Marco Nezi mit. Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß hatte die Gastschüler im historischen Sitzungssaal des Rathauses offiziell begrüßt und ihnen – und den deutschen Schülern – Freikarten für das Schwimmbad überreicht.

