Nach dem Abi, vor dem Studium (wlz-fz, 01.07.2015)

Nach dem Abi, vor dem Studium (wlz-fz, 01.07.2015)

Inga Jerrentrup, Laura Naumann, Tilmann Garthe und Charlotte Pauli sind die Jahrgangsbesten

nach dem abi vor dem studium wlz fz 01 07 2015Die Schulzeit ist vorüber, doch auf die Abiturienten der Edertalschule warten schon neue Herausforderungen. Ein Studium oder ein Auslandsaufenthalt: Auch die vier Jahrgangsbesten haben schon konkrete Pläne für die Zukunft.
Am vergangenen Freitag hat für die 163 Abiturienten der Edertalschule ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Vier von ihnen gebührt besonderer Respekt, denn sie sind die Jahrgangsbesten. Den besten Notendurchschnitt des Quartetts erreichte Inga Jerrentrup aus Frankenberg. Sie erreichte die allgemeine Hochschulreife mit einer Gesamtnote von 1,1. Dicht hinter ihr folgt Laura Naumann mit einem Schnitt von 1,2. Tilman Garthe und Charlotte Pauli erreichten jeweils einen Notendurchschnitt von 1,3. Dabei war es für die vier manchmal gar nicht so einfach, das Lernen und die Freizeit unter einen Hut zu bringen: Tilman Garthe etwa ist für die LG Eder aktiv und trainiert sechs- bis siebenmal in der Woche. Gerade in der Zwölf sei es schwer gewesen, sagt der 18-Jährige: „Aber ich wusste, worauf ich mich einlasse.“ Das Training habe auch dazu gedient, den Kopf freizubekommen, berichtet er.
Sportlich geht es auch in der Freizeit von Laura Naumann zu. Die 18-Jährige ist Handballerin bei der HSG Ederbergland und auch bei ihr steht zweimal in der Woche Training auf dem Plan. Hinzu kommen die Spiele. Manchmal habe der Tagesrhythmus aus Aufstehen, Schule, Lernen und Schlafen bestanden, sagt Charlotte Pauli. Die 18-Jährige begann sogar während des Unterrichts Schulisches als Freizeit anzusehen, um nicht den Spaß an der Sache zu verlieren, wie etwa die Big Band oder das Orchester: „Das war ein straffes Programm“, sagt sie. Inga Jerrentrup hat zudem die Freistunden zum Lernen genutzt und das hat sich ausgezahlt, denn zusätzlich zum besten Notendurchschnitt bekam sie den Karl-von-Frisch-Abiturientenpreis, der vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in  Deutschland vergeben wird und mit dem besondere Leistungen im Fachbereich Biologie gewürdigt werden, überreicht. Der Preis unterstreicht das naturwissenschaftliche Interesse der 17-Jährigen, die die Leistungskurse Biologie und Chemie gewählt hat. Das Wissen daraus lässt sich sicherlich auch auf ihren zukünftigen Werdegang anwenden: Zunächst steht ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kreiskrankenhaus auf dem Plan. Dann möchte die 17-Jährige Medizin studieren. Ein ähnliches Ziel hat auch Tilman Garthe: „Entweder Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt oder Medizin in Mainz“, sagt er. Für Laura Naumann führt der Weg nach dem Abitur zunächst ins Ausland. Ein Freiwilligendienst in Malaysia steht für die 18-Jährige auf dem Programm. Dort wird sie, so ihre Hoffnung, in einem Kinderheim assistieren. Danach strebt sie ein Chemie-Studium an. Charlotte Pauli möchte Englisch studieren und der Region verbunden bleiben: „Wenn möglich in Marburg“, sagt sie.