Vor der Zukunft steht ein Dankeschön (wlz-fz, 29.06.2015)
Entlassungsfeier der Edertalschule
„Abi 20:15 – We´ve Loved to Entertain You“ hatte sich der Abiturjahrgang der Edertalschule als Motto überlegt. Am Freitag endete für 163 Abiturienten eine wichtige Episode: Sie erhielten im Rahmen einer Feierstunde in der Kulturhalle ihre Zeugnisse.
Zu den feierlichen Klängen des Schulklassikers „Pomp and Circumstance“ und unter dem Applaus der stolzen Eltern zogen die nun ehemaligen Edertalschüler in die Kulturhalle ein. „Sie dürfen mit Erleichterung und Stolz auf die Prüfungsphase und Ihre Zeit auf dem Gymnasium zurückblicken. Sie haben etwas Besonderes geschafft“, rief Schulleiter Stefan Hermes den Abiturienten zu. Nun würden ihnen alle Türen offen stehen. Das Lernen werde den Abgängern jedoch auch weiterhin abverlangt werden, betonte Hermes. In Zukunft komme es darauf an, „das erworbene Wissen möglichst breit gefächert zu vernetzen und in unterschiedlichen Zusammenhängen anwenden zu können“. Stellvertretend für die zehn Tutoren hielt Edith Schaumlöffel eine Rede über Kommunikation und die möglichen Folgen, wenn diese scheitert. „Ich hoffe, dass Sie nie sprachlos sind, sondern dass Sie immer die richtige Sprache finden“, wünschte Schaumlöffel. Dr. Kerstin Engelhard vom Förderverein und Elternbeirat betonte, dass die Zeit nach dem Abitur neu gewonnene Freiheiten biete, aber auch eine Phase der Entscheidungen sei. „Setzt euch Ziele, pflegt eure Visionen und vertraut auf euer Können“, sagte Engelhard. Angst vor Niederlagen oder Fehlentscheidungen brauche dabei keiner zu haben: „Oft sind es erst die kleinen Fehltritte oder großen Umwege, die neue spannende Perspektiven eröffnen“, betonte Engelhard. In ihrer Rede bezog sie auch die Eltern mit ein. Gemeinsam mit dem Sohn oder der Tochter hätten die Eltern viel Freude, aber manchmal auch Zeiten des Frusts erlebt. Auch Bürgermeister Rüdiger Heß schloss sich den Glückwünschen an. Er gab den Abgängern den Rat mit auf den Weg, sich den Spaß am Lernen zu erhalten. Dies sei für eine erfolgreiche berufliche Zukunft unabdingbar. Gleichzeitig warb der Rathaus-Chef bei den Abiturienten darum, Frankenberg nicht aus dem Blickwinkel zu verlieren, auch wenn es einige jetzt zunächst weiter weg ziehen werde. Für die Abiturienten hielten Mirco Bienhaus und Julius Engelbach eine Rede. Mit ihrem humorvollen Rückblick auf die 12-jährige Schulzeit ernteten sie viele Lacher im Saal, und insbesondere ihre ehemaligen Mitschüler spendeten immer wieder Szenen-Applaus. „Die wertvollsten Erfahrungen fanden wir nicht im Unterricht, sondern in all den schönen kleinen Momenten nebenher“, resümierten sie. Insbesondere die Lehrer, Mitschüler und Eltern hätten sie in all den Jahren entscheidend geprägt und nicht etwa die Schulbücher. „Daher steht vor unserer Zukunft zunächst ein großes Dankeschön“, sagten Bienhaus und Engelbach. Als Jahrgangsbeste wurden Inga Jerrentrup (Frankenberg) mit der Gesamtnote von 1,1, Laura Naumann (Röddenau) mit der Note 1,2 sowie Tilman Garthe (Frankenberg) und Charlotte Pauli (Frankenberg) mit jeweils 1,3 ausgezeichnet. Erstmals wurden auch MINT-EC-Zertifikate an elf Schüler verliehen – darunter fünf mit Auszeichnung. Mit dem Zertifikat werden besondere Leistungen der Schüler in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) honoriert. Auszeichnungen und Bücherpreise gab es zudem für besondere Leistungen in einzelnen Fächern. Für einen besonders feierlichen Rahmen sorgten das Jugendsinfonie-Orchester, die Big Band und der Schulchor. Im Anschluss ließen die Abiturienten vor der Kulturhalle Luftballons in den Abendhimmel steigen. Damit verbunden war die Hoffnung, dass die nun vor ihnen liegende Zeit, getreu dem Abi-Motto, zu einem echten Blockbust

