Langjähriges Engagement für Edertalschule (wlz-fz, 31.01.2015)
Frankenberger Gymnasium verabschiedet Biologie- und Chemielehrer Gerhard Wagner
„Ich denke, du hast vielen jungen Menschen eine Orientierung für ihren weiteren Lebensweg gegeben“, sagte gestern Andreas Hess. Der Fachsprecher für Biologie an der Edertalschule lobte das Engagement des Oberstudienrats sowie Biologie- und Chemielehrers Gerhard Wagner. Zahlreiche Kollegen und Schulleiter Stefan Hermes verabschiedeten gestern den 65-Jährigen nach 33 Lehrjahren an der Edertalschule. „Sie haben in dieser Zeit das Gesicht dieser Schule geprägt“, fand Hermes lobende Worte und händigte dem gebürtigen Melsunger eine Urkunde des Landes Hessen aus. Auch einige Kollegen aus den Fachbereichen Biologie und Chemie sprachen dem langjährigen Lehrer ihren Dank aus und überreichten auf Wagners Interessen abgestimmte Geschenke: unter anderem einen Gutschein für eine Fahrt mit einer Dampflokomotive durch ganz Deutschland, einen Präsentkorb mit kulinarischen Köstlichkeiten, Glücksklee sowie eine Biologie-Lehrtafel. Auch ein selbst geschriebenes Lied trugen die Kollegen vor. Die Arbeit des gebürtigen Melsungers beschränkte sich längst nicht nur auf den Regelunterricht und die Prüfungstätigkeit. Wagner leitete unter anderem die Umwelt-AG und die Biologie-Sammlung der Edertalschule. Zudem war er Teil des Abitur-Überprüfungsteams 1999 und betreute 1982 und 1983 auch Studenten während deren Hospitation. Auch die Betreuung der „Jugend forscht“-Projekte und der Aquarien übernahm Wagner. Weiterhin beteiligte er sich am „Ungarn-Austausch“ und bei den Ausstellungen „Bedrohte Natur“ und der Demonstration von „chemischen Zaubertricks“ im Rahmen des Schuljubiläums. „Das ist alles der helle Wahnsinn“, bedankte sich Wagner sichtlich gerührt für die lieben Worte seiner Kollegen. „Ich kann mich nur bei allen bedanken, die es mir so leicht gemacht haben.“ Über sein großes Interesse für die Biologie sagte Wagner: „Früher haben wir immer am Bach, im Wald, auf der Wiese gespielt. Das war das Umfeld, wo die Sozialisation stattgefunden hat. Die Weichen wurden schon früh gestellt.“ Auch das Biologie-Studium habe ihm Freude bereitet. „Es war das Ausleben eines Hobbys.“ Schulleiter Stefan Hermes wünschte Wagner Gesundheit und Glück, liebe Menschen im Umfeld sowie den Ruhestand in Ruhe genießen zu können.
Zur Person von Gerhard Wagner:
Gerhard Wagner wurde 1949 in Beiseförth bei Malsfeld geboren und besuchte von 1959 bis 1960 die Volksschule in Beiseförth. 1968 machte der 19-jährige Wagner sein Abitur an der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen. Von 1968 bis 1970 leistete er seinen Wehrdienst in Fritzlar ab und begann anschließend sein Studium in den Fächern Biologie und Chemie an der Philipps-Universität in Marburg. Dort absolvierte er 1976 auch sein erstes Staatsexamen und arbeitete zwei Jahre lang als Lehrer am Gymnasium Philippinum in Marburg. Ebenfalls 1976 begann Wagner sein Promotionsstudium und beendete es 1980. Von 1977 bis 1980 arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter im Fachbereich Biologie an der Philipps-Universität in Marburg. Als Referendar war Wagner von 1980 bis 1981 am Friedrichsgymnasium in Kassel tätig und machte dort sein zweites Staatsexamen. 1982 begann Wagner seine Tätigkeit als Lehrer an der Edertalschule und wurde Studienrat zur Anstellung in Frankenberg. Ein Jahr später wurde er zum Studienrat ernannt. 1995 wurde Wagner Oberstudienrat. In den Jahren 1997, 1998, 1999 erfolgte eine Abordnung zur Frankenberger Burgwaldschule. Am 1.Januar 2004 feierte er sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Von 2004 bis 2008 arbeitete Wagner in der Fachkommission Landesabitur Biologie.

