Fliegende Teller – mit und ohne Kuchen
Auf dem IV. Ultimate Frisbee-Turnier der Edertalschule Frankenberg gab es neben einem reichhaltigen Buffet vor allem hochklassigen, dynamischen Frisbee-Sport zu genießen.
Auch wenn die gastgebende Frisbee-AG der Edertalschule das diesjährige Frisbee-Turnier aus Wettergründen vom Sportplatz in die Großsporthalle verlegen musste, tat das der Qualität und Dynamik der Spiele keinen Abbruch – im Gegenteil. Hoch motiviert und engagiert gingen alle Spielerinnen und Spieler aus Marburg, Gemünden und Frankenberg, darunter auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der Edertalschule, zu Werke, sodass es beeindruckend schnellen Teamsport zu bestaunen gab. Das besondere an Ultimate Frisbee, einem amerikanischen Endzonenspiel, das seinen Ursprung wirklich dem Umstand verdankt, dass gelangweilte Studenten sich (geleerte) Kuchenteller zuwarfen, ist das schiedsrichterlose Spielen und der damit in den Vordergrund rückende Fairness-Aspekt. Bis hin zu Weltmeisterschaften regeln und organisieren die Teams ihr Spiel selbständig auf Basis eines recht einfachen Regelkodexes. „Dass dabei mit der Scheibe nicht gelaufen werden darf, macht das Spiel taktisch und konditionell so anspruchsvoll und die Sensibilität des Spielgerätes, eine 175 Gramm schwere Kunststoffscheibe, stellt dabei hohe Anforderungen an die Wurftechniken.“, erläutert Markus Krämer, Lehrer und Leiter der Frisbee-AG an der Edertalschule.
Gründe für die Attraktivität dieses Teamsports sieht Krämer vor allem in der Einfachheit des Reglements, dem Fair-Play-Gedanken, der Ästhetik der fliegenden Scheiben sowie der Dynamik und Rasanz des Spiels. „Dass dabei trotz allem sportlichen Ehrgeiz Spielfreude und Spaß nicht zu kurz kommen, hat erneut dieses Turnier gezeigt und macht darüber hinaus Ultimate Frisbee so wertvoll für den Schulsport!“, betont Krämer zufrieden. So zeigten drei Teams der Martin-Luther-Schule aus Marburg, zwei Oldie-Teams mit ehemaligen Frankenberger AG-Mitgliedern sowie drei Teams der Edertalschule mit aktuellen Spielerinnen und Spielern am vergangenen Samstag in 20 Spielen über sechseinhalb Stunden hinweg faszinierenden, oft mitreißenden Sport – leider vor fast leeren Zuschauerrängen – die einzige kleine Enttäuschung dieses ansonsten gelungenen Sporttages.
Am Ende Turniers trafen zu ersten Mal zwei Frankenberger Teams aufeinander – die „Volksfront von Judäa“ (ein Ehemaligen-Team) und Team Sheldon“ (aktueller ETS-AGler/innen). In diesem wirklich würdigen, teilweise hochklassigen Endspiel setzten sich schließlich der „Nachwuchs“ gegen die „alten Hasen“ knapp, aber nicht unverdient mit 3:2 durch und feierte so den ersten Turniersieg eines aktuellen AG-Teams.
Doch letztlich bleibt am Ende dieses langen Turniertages nicht allein die erfolgsorientierte Konkurrenz im Gedächtnis aller Beteiligten haften, sondern vielmehr das sportlich faire Miteinander – über Schul- und Altersgrenzen hinweg. In diesem Sinne freut sich die Frisbee-AG bereits auf eine Neuauflage des Turniers im nächsten Jahr – vielleicht ja sogar mit größerem (schul-)öffentlichen Interesse…
Die Platzierungen…
- Team Sheldon (aktuelle ETS-AGler/innen)
- Volksfront von Jüdäa (ehemalige ETS-AGler/innen)
- Finn fängt das Ding (Martin-Luther-Schule/Marburg)
- Judäische Volksfront (ehemalige ETS-AGler/innen)
- Team Penny (Martin-Luther-Schule/Marburg)
- Allstars (ein spontanes Mixed-Team, das Team Trololo aus Marburg, das früher weg musste, ersetzte)
- Just for fun (aktuelle ETS-AGler/innen)
- Fris-a-bee (aktuelle ETS-AGler/innen)


