Im Volleyball-Landesfinale der acht besten hessischen Schulteams, das dieses Jahr in Friedrichsdorf ausgetragen wurde, zeigte das männliche U18-Team der Jungen eine wirklich gute Leistung und sicherte sich mit dem 5. Platz gewissermaßen den inoffiziellen Titel „best oft the rest“. Denn dass in den letzten Jahren durch die betonte Förderung der Stützpunktschulen und Leistungszentren mit nahezu semiprofessionellen Trainingsbedingungen eine Art Zweiklassengesellschaft bei den „Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettbewerben“ entstanden ist, ist nicht von der Hand zu weisen.
So bekam es das Team der Edertalschule auch bereits in der Vorrunde mit zwei der Titelaspiranten und Turnierfavoriten zu tun. Gegen die Mitfavoriten der Elly-Heuss-Schule aus Wiesbaden wehrten sich die Jungs der ETS tapfer und kämpferisch, gaben nicht auf und spielten gemessen an ihren Möglichkeiten wirklich gut. Leider hatten die Wiesbadener immer eine Antwort parat und gewannen dank des größeren Angriffsdrucks und der geringeren Fehlerquote verdient mit 25:18 und 25:20 in zwei Sätzen. Dennoch konnte das Team der ETS aus diesem Spiel gegen den schier übermächtigen Gegner Selbstbewusstsein generieren, da man lange recht gut mithalten konnte.
Dieses Selbstbewusstsein zeigte sich dann gegen den nächsten Turnierfavoriten, der Lahntalschule aus Biedenkopf. Auch dieses Team ist gespickt mit Hessenkaderspielern, die alle recht hochklassig im Ligabetrieb aktiv sind. Durch druckvolle Aufschläge, eine stabile Annahme, präzises Zuspiel und variable Angriffe konnten die Jungs der Edertalschule das deutlich favorisierte Team aus Biedenkopf aber überraschen und ein ums andere Mal spielerisch und kämpferisch ärgern. Ein 25:22-Satzgewinn war der verdiente Lohn.
Im zweiten Satz (zugleich der letzte, da aus turnierlogistischen Gründen/Zeitgründen in der Vorrunde kein Entscheidungssatz gespielt werden konnte) kam es beim Frankenberger Team zu einigen Unkonzentriertheiten, durch die sich Biedenkopf in der ersten Satzphase leider etwas absetzen konnte. Durch taktische Umstellungen, sehr gute Aufschläge und die Besinnung auf ihre kämpferischen Fähigkeiten kamen die Jungs der ETS gegen Satzende zwar wieder heran, verloren aber den Satz dennoch knapp mit 22:25. Ein echtes Unentschieden, das durchaus als Erfolg zu werten ist.
Leider trennten sich die beiden Leistungszentren Wiesbaden und Biedenkopf im letzten Vorrundenspiel auch unentschieden mit 1:1 Sätzen, sodass die Edertalschule das Halbfinale ein wenig unglücklich knapp verpasste.
In den Platzierungsspielen gegen Bad Wildungen und Oberursel gab sich das Team der ETS dann aber keine Blöße und domminierte in beiden Spielen beide Gegner mit konstant guten Aufschlägen und überwiegend druckvollen Angriffen, sodass beide Spiele ungefährdet mit 2:0 gewonnen werden konnten. Hier zeigte sich das wirklich gute Potential und die große mannschaftliche Geschlossenheit des Teams, das trotz Alters- und Leistungsunterschiede jederzeit gut funktionierte und harmonierte. „Dass erfahrene Leistungsträger und volleyballerisch noch recht unerfahrene Spieler eine so gute Spielharmonie und Leistungsfähigkeit entfalten können, ist nicht selbstverständlich und spricht für den Charakter eines jeden Einzelnen und des gesamten Teams.“, resümiert ein sehr zufriedener Coach Krämer abschließend. „Gut gemacht, Jungs!“
Das U18-Team v.li.n.re.: Ben Vollmar, Lennard Weidenkeller, Felix Valentin, Mattis Wohlfarth, Coach Markus Krämer, Henry Boeck, Hannes Ochse, Lennox Georgi und Ben Latossek.

