Filmmusik in der Kirche (HNA, 03.03.2015)
Konzert des Jugendsinfonieorchesters der Edertalschule – Erlös für Amerika-Reise
Das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule Frankenberg zeigte in der Kirche zu Frankenau sein musikalisches Können. Gleichzeitig war das gut besuchte Konzert auch als Vorgeschmack auf das kommende Schulkonzert „Hollywood in Concert“ gedacht. Unter der Leitung von Markus Wagener präsentierten die Musiker der Edertalschule Titel aus bekannten Filmen. Filmmusik sei etwas besonderes, sagte Wagener, sie führe durch einen Film, unterstreiche Spannung und intensiviert das Gefühlserleben. Welchen Eindruck diese Stücke auch ohne den dazugehörigen Film haben, konnten die Besucher des Konzertes in der Kirche selbst erleben. Mit der „Fox Fanfare“ von Alfred Newman eröffnete das Orchester die musikalische Reise durch die Filmwelt. Es folgte „Forrest Gump“ von Alan Silvestri. Mit „Der Hobbit-Eine unerwartete Reise“ von Howard Shore präsentierte das Orchester sogar einen jüngeren Titel, der die Zuhörer klanglich in das Auenland bis hin zum einsamen Berg führte. Eingebettet in die Filmmusik waren die nächsten drei Stücke. Luisa Engel an der Klarinette trug das „Klarinettenkonzert B-Dur“ von Anton Dimler vor und erntete reichlich Applaus für ihre Darbietung. Christian Traute zeigte mit dem „Konzert für Posaune und Streicher“ von Lars Erik Larsson wie beeindruckend vielfältig dieses Instrument gespielt werden kann. Das dritte Stück „Palladio“ von Karl Jenkins war ursprünglich als Werbemusik für das Fernsehen konzipiert worden. Mit „Time of my life“ aus dem bekannten Film „Dirty Dancing“ ging es dann zurück zur Filmmusik. Die Titel „Mission Impossible“ von Lalo Schifrin aus gleichnamigen Agentenfilm und „Robin Hood - König der Diebe“ von Michael Kamen schlossen die Musiker die Vorstellung. Mit Applaus und stehenden Ovationen drückte das Publikum seine Begeisterung am Konzert aus. Als Belohnung für das kurzweilige Ereignis spielte das Orchester die Titelmelodie der Westernserie „Bonanza“. Als tatsächlichen Abschluss des Konzertes wurde das Stück „Die glorreichen Sieben“ von Elmer Bernstein aus gleichnamigen Western dargeboten. Der Erlös des Konzertes, der auf freiwilligen Spenden beruhte, wird das Jugendsinfonieorchester für die geplante Reise nach Amerika im nächsten Jahr nutzen.
Mehr als 100 Sänger, Solisten und Instrumentalisten begeistern 400 Zuhörer
Singen, Klatschen, Stampfen, Pfeifen, Flüstern - Musik als Lebensgefühl junger Menschen kann sich auf vielfältige Weise ausdrücken, wenn das Herz und der ganze Körper beteiligt sind. Das demonstrierten auf faszinierende Weise am Wochenende in der Frankenberger Kulturhalle fünf Chöre des Gymnasiums Edertalschule mit mehr als 100 Sängern, Solisten und Instrumentalisten vor etwa 400 Zuhörern, die begeistert applaudierten. „Hier steckt ganz viel Herzblut und Energie drin“, meinte Studiendirektor Markus Wagener, der Akteure und Gäste im Namen der Schulleitung willkommen hieß. Dank der musikpädagogischen Arbeit von Gertrud Will und Matthias Müller seien die Chöre zu einem besonderen „Aushängeschild“ für den Schwerpunkt Musik des Gymnasiums geworden. Ob afrikanisches Zulu-Traditional, altes Volkslied in modernem Arrangement, eine mit kleinem Orchester fast sinfonisch inszenierte Sting-Ballade, große Musicalklänge aus „Phantom Of The Opera“ - der Mittel- und Oberstufenchor bewies ausdrucksstark, was ein Liedtext fragte: „Warum sing’ ich eigentlich im Chor?“ Schon hier wie auch später beim Auftritt des Oberstufenchors mit einem internationalen Liedgut und „Tagen wie diesem“ erwies sich die temperamentvolle Klavierbegleitung von Chorleiter Müller als motivierende Motorkraft, die junge Sänger in Bewegung bringt. Die Geschichte von „Yankee Doodle auf langer Reise“ hatten sich Kinder des Unterstufenchors mit Gertrud Will ausgedacht. Fantasievoll, mit einem „Ohrwurm“ szenisch originell unterstützt, präsentierten sie mit Gertrud Will bisher noch selten gehörte Weisen aus mehreren Ländern und bekamen dafür großen Beifall. Dennis Fundheller, der auch mit Julia Marx durch das Programm führte, präsentierte mit einem Projektchor und Orchester noch einmal sein ideenreiches, für die Abi-Prüfung gestaltetes Arrangement aus „König der Löwen“. Der Chor des Lehrerkollegiums reihte sich mit Vergnügen in das schulische Gesangsfestival ein, ließ den „kleinen Kaktus“ stechen und eine lateinische Ode aufblühen. Für solistischen Glanz sorgten Simon Depner am Klavier mit „All of me“ sowie das Gesangsduett Paula Epure und Alexander Liumbas mit „Let her go“. Einer musikalischen Umarmung glich das Finale: Bei „Evening rise“ umgaben in einer Kette alle jungen Sänger im dunklen, nur von farbigen Lichtpunkten erhellten Saal die Zuhörer. Danach langer, herzlicher Beifall, Dank an alle und Blumen für die Musikpädagogen Matthias Müller und Gertrud Will.
400 Schüler der Edertalschule zeigten bei Hallenschau ihr sportliches Können
Die Frankenberger Edertalschule ist zwar „Schule mit Schwerpunkt Musik“, an dem Gymnasium wird aber auch viel Sport getrieben: Das machten 400 mitwirkende Schüler aus 15 Klassen, Sportkursen und Sport-AGs bei der Hallensportschau in der Frankenberger Großsporthalle deutlich. Moderiert wurde der Abend von Dennis Fundheller aus der Jahrgangsstufe 13. Der Begeisterung der Sportler und der Zuschauer tat auch eine anfängliche Zwangspause keinen Abbruch: Zu Beginn der Veranstaltung war für mehrere Minuten ein Teil der Stromversorgung ausgefallen. Auf dem Programm des ebenso sportlichen wie stimmungsvollen Abends stand eine Mischung aus Musik und Tanz, Artistik und Akrobatik, Spiel und Sport. Dabei wurde auch ein Bogen zwischen dem Leistungs- und dem Basissport gespannt. Mehr als 300 Zuschauer in der Sporthalle waren von den Darbietungen begeistert, darunter viele Eltern, Geschwister und Freunde der teilnehmenden Sportler. „Wir wollen die Ergebnisse des Sportunterrichts auch einmal nach außen tragen“, begründete Lehrerin Ingrid Hübl die Sportshow bei der Begrüßung: „Es ist alles nicht so einfach, wie es aussieht.“
Die Schüler und auch die Lehrer der Fachschaft Sport seien auf diese Ergebnisse daher sehr stolz. Im Mittelpunkt stand Unterhaltsames, Kreatives und Innovatives aus dem Sportleben der Edertalschule. Seit Ende des vorigen Jahrtausends war es bereits die vierte Sportshow an der Edertalschule. „Wir wollen ein realistisches Bild des Sportunterrichts des vergangenen halben Jahres zeigen“, kündigte Moderator Dennis Fundheller den Auftritt der Jüngsten an. Zur Musik von „When the Beat drops on“ zeigten die Fünftklässler, was sie nach langen Schultagen am liebsten machen: rausgehen in eine „bewegte Pause“. Da wurde getanzt, da flogen die Bälle, und letztlich gab es einen nahtlosen Übergang vom Basketballtraining zum freien Spiel. „Einfach umwerfend“, meinte eine Zuschauerin. Es gab eine Schwarzlicht-Show, es wurde mit prellenden Bällen und schwirrenden Scheiben experimentiert – und dazu gab es Musik: Space Jam. „Ein Hoch auf uns“, zeigten die Schüler ihre Stapelkünste. Bei ihrer Show wollten die Schüler auch hoch hinaus – beispielsweise beim Stabhochsprung. Dabei katapultierten sich die Schüler der Jahrgangsstufe 12 mit dem Stab über das immer höher liegende Seil. Von den Sport-Schülern wurden aber auch Ausdauer, Kraft und perfekte Koordination demonstriert. Auch nach der Pause hatten Schüler und Zuschauer viel Spaß: Badminton und Speedminton wurden präsentiert – auch Frisbee-Scheiben flogen durch die Halle. Viel Applaus gab es auch für das Cheerleading und die rhythmische Gymnastik, diesmal auf eine ganz eigene Art und Weise interpretiert. Die Rock-AG der Edertalschule unterstützte die Darbietungen.