Katharina Andress verabschiedet (HNA, 13.07.2017)
Zum Ende des Schuljahres 2016/17 wurde an der Edertalschule Frankenberg Studienrätin Katharina Andress in den Ruhestand verabschiedet. Der stellvertretende Schulleiter Uwe Neumann ließ einige Wegstationen von Katharina Andress Revue passieren: geboren 1953 in Westhausen in Rumänien (Banat) studierte sie von 1972 bis 1976 Germanistik und Anglistik an der Universität in Temeswar. Nach erfolgreichem Studienabschluss war sie am Gymnasium in Lugosch (heute: Lugoj) als Lehrerin für Deutsch und Englisch tätig, ab 1980 war sie dort als stellvertretende Schulleiterin zuständig für die deutsche Abteilung der Schule. Nachdem sie 1990 mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen war, war sie ab 1992 zunächst an der Alten Landesschule in Korbach tätig, ab 2004 dann an der Edertalschule. Neumann hob besonders die Verdienste von Katharina Andress in der Unterstufe als Klassen- und Fachlehrerin hervor, ebenso ihr außerunterrichtliches Engagement bei der Einrichtung der Mediathek, als Verantwortliche für den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium und bei der Organisation des Tages der offenen Tür sowie ihre Mitarbeit im Team der pädagogischen Mittagsbetreuung.
Den Anhalteweg besser einschätzen (HNA, 13.07.2017)
Edertalschule bei Aktion „Achtung Auto“
Rund 270 Schüler der Frankenberger Edertalschule aus den fünften und sechsten Klassen nahmen an vier Tagen an der Aktion „Achtung Auto“ teil. Dabei ging es vor allem darum, den Anhalteweg eines Autos beim Überqueren der Fahrbahn richtig einschätzen zu lernen. Bei ADAC-Moderator Matthias Hillig konnten die Schüler im Eigenversuch feststellen, dass auch ein Fußgänger aus vollem Lauf nicht einfach sofort stehen bleiben kann. Auf ein Fahrzeug übertragen ergibt sich daraus die Formel Reaktionsweg plus Bremsweg ist gleich Anhalteweg. Mit Hütchen konnten die Jugendlichen die Stelle am Fahrbahnrand markieren, an der sie das Anhalten eines Autos mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit erwarten. So waren sie überrascht, dass das Auto an den Hütchen vorbeischlidderte. Verdeutlicht wurde auch der verlängerte Anhalteweg bei Nässe sowie bei Schnee und Reifglätte. Als Mitfahrer im Auto konnten sich die Schüler zudem von der Wirksamkeit der Anschnallgurte bei einer Vollbremsung überzeugen.
Freundschaft geschlossen (HNA, 13.07.2017)
Edertalschule im Austausch mit „Liudger Locatie Raai“-Schule in den Niederlanden
Zum ersten Mal fand in diesem Jahr ein Schüleraustausch zwischen den Schülern der Edertalschule in Frankenberg und Schülern der Schule „Liudger Locatie Raai“ in Drachten, einer Stadt in der Provinz Friesland in den Niederlanden, statt. Mitte März diesen Jahres waren 24 niederländische Schüler mit ihren Betreuern zu Besuch in Frankenberg. In Gastfamilien bei ihren Austauschpartnern untergebracht, erwartete sie ein vielseitiges Programm. Sie besuchten Bürgermeister Rüdiger Heß und konnten bei einer Stadtführung auf Englisch („Liudger Locatie Raai“ ist eine bilinguale Schule, das bedeutet einige Fächer werden auf Englisch unterrichtet) Frankenberg besser kennen lernen. Eine weitere Stadt, die die deutschen Schüler ihren Gästen zeigten war Marburg. Dort besichtigten sie die Elisabethkirche, machten eine Stadtführung und aßen Pizza im Schlosspark. Bei einem Abstecher in den Kellerwald wurde die Gruppe von einem Ranger durch den Nationalpark geführt. Als Projektarbeit wurden Poster erstellt, die den Aufenthalt in Frankenberg dokumentierten. Zum Abschluss stand ein Abschiedsabend im Jugendhaus in Frankenberg auf dem Programm, zu dessen kulinarischer Gestaltung die Gasteltern beitrugen. Der Gegenbesuch der Frankenberger in Drachten stand jetzt an. Auf dem Hinweg konnten die Schüler zunächst bei einem Zwischenstopp die Hauptstadt Amsterdam erkunden, bevor es weiter ging nach Drachten. Auch dort standen einige Ausflüge auf dem Programm: so wurde beispielsweise die westfriesische Insel Schiermonnikoog besucht. Dort machten die Schüler eine Radrallye und besuchten den Strand – obwohl der Wind wehte und es regnete. Ein weiteres Ausflugsziel war die Stadt Leeuwarden, die mit einer Bootstour durch die Grachten erkundet wurde. Außerdem besichtigten die Schüler den „schiefen Turm von Leeuwarden“, einen spätgotischen Turm, der durch seine Neigung zu seinem Spitznamen kam. Ähnlich wie in Frankenberg arbeiteten die Schüler auch in Drachten an einer Projektarbeit. Sie erstellten Spiele (zum Beispiel „Bingo“), die die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Niederlanden und Deutschland thematisieren sollten. Davon gab es einige, beispielsweise das flache Land oder den hohen Stellenwert des Fahrrades in den Niederlanden. Statt eines voll gestellten Lehrerparkplatzes, wie von zu Hause gewohnt, gibt es in Drachten vor der Schule einen vollen Fahrradparkplatz. Auch kleinere Details, wie zum Beispiel deutlich engere und schmalere Treppen als in Deutschland, fielen den Edertalschülern auf. Studienrätin Bärbel Keller erzählte rückblickend, dass die Schüler vor dem ersten Aufeinandertreffen sehr aufgeregt gewesen seien, sich aber sofort gut mit den Austauschpartnern verstanden. Es seien Freundschaften geschlossen worden, die sicher auch über den schulischen Bereich hinaus bestehen bleiben werden. Zum Abschied seien sogar ein paar Tränen geflossen.