An der Frankenberger Edertalschule waren eine Woche lang […] 16 Austauschschüler aus Torrejón de Ardoz bei Madrid zu Gast. Die 14 und 15 Jahre alten Jungen und Mädchen nahmen nicht nur am Unterricht teil, sondern unternahmen auch Ausflüge in die Region, wie nach Marburg und ins Mathematikum in Gießen. Betreut wurden sie von den Lehrern David Weinfortner und Thomas Hüller von der Edertalschule sowie von Ana Martín und Marta Valerio aus Torrejón. Am letzten Tag ihres Besuchs wurden die jungen Spanier mit ihren Gastgebern im historischen Rathaus von Bürgermeisterin Barbara Eckes empfangen. „Wir haben noch keine Partnerschaftsstadt in Spanien“, erfuhren die Schüler dabei von entsprechenden Bemühungen der Stadt und der Partnerschaftsvereinigung. (HNA)
Science-Olympiaden werden jährlich veranstaltet und verfolgen das Ziel, das Interesse für die Wissenschaften zu wecken. Die Edertalschule ist herausragende MINT- qualifizierte Schule und bietet die Teilnahme an einer breiten Palette von Wettbewerben an.
Ich hatte das Glück, unsere Schule sowohl bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade als auch bei der Bundesrunde der Chemie-Olympiade vertreten zu dürfen.
Nach dem Abschluss der zweiten Runde werden die zehn Landessieger zu einem Seminar eingeladen und prämiert. Neben dem Ziel, die Seminaristen auf die anstehende Bundesrunde vorzubereiten, werden spannende Ausflüge angeboten. Das hessische Seminar fand in der Jugendherberge Darmstadt statt. Im Rahmen des Programms besuchten wir unter anderem die Teilchen-Beschleunigeranlage FAIR und bewunderten deren Großartigkeit. Zudem wurden wir über das Gelände der Merck Group, eines führenden Technologieunternehmens, geführt und haben uns von dortigen Innovationen inspirieren lassen. Bei einem Bowling-Wettbewerb konnten wir beispielsweise anhand der Kugelbewegung einen interessanten Einblick in die Kinetik erwerben.
Was ich am meisten schätzte, war die Interaktion mit anderen gleichaltrigen Chemie-Begeisterten. Wir aßen und schliefen am selben Ort, tauschten uns über unsere Interessen und Ideen aus und lösten gemeinsam knifflige Aufgaben. Erst das Miteinander verleiht den oben erwähnten Aktivitäten ihren Spaß und ihre Bedeutung. Zusammen mit einem guten Kumpel präsentierte ich im TU-Juniorlabor meine erste Synthese, was ein unvergessliches Erlebnis in meinem Leben darstellt.
Von der Bundesrunde selbst gibt es weniger zu berichten, da die Teilnehmer Vorträge erhielten und sich intensiv mit Übungen auseinandersetzen sollten. Das Schönste bestand darin, dass man mittlerweile Gleichgesinnte aus ganz Deutschland kennenlernen konnte. Gemeinsam haben wir Hessen zusammengehalten und uns auf die Klausuren vorbereitet. Zusammen sind wir stark.
Dunran Wang
Der U17-Regionalentscheid am 7. Mai 2025 in Melsungen war erwartungsgemäß die passende Bühne für unsere 2009er-Mädels, um mit einem Highlight in den verdienten „Ruhestand“ zu gehen – zumindest, was die schulfußballerische Laufbahn angeht. Nach mehreren kurzfristigen Absagen waren die Erwartungen von Beginn an arg gedämpft – aber wie das so ist, kann dann eben auch der Stern anderer Talente aufgehen, die bisher weitgehend unter dem Radar (in der Fußball-AG) agierten und sich zwischen 20 und 22 Uhr des Vorabends spontan dazu entscheiden konnten, in die Bresche zu springen und dem Team den letzten Turnier-Auftritt überhaupt erst zu ermöglichen. (Die betreuende Lehrkraft, die über Wochen solche Kader zusammenstellt, bedankt sich herzlich für die Flexibilität der verständnisvollen unterrichtenden Kollegen!).
Coach Engel rieb sich dann aber zugegebenermaßen doch ein wenig die Augen, als das Auftaktspiel gegen die Ahnatal-Schule Vellmar binnen 30 Minuten mit 12:1 gewonnen wurde. Zahlreiche Überschriften hätte dieses Spiel wohl tragen können:
„ETS im Baller-Modus“, „Doppelter Schwaner-Hattrick in einem Spiel (also 6 Tore, zumeist aus der Distanz)“, „Silvia Gargarova, Talea Siebert und die junge Själla Müller bei ihrem spontanen ETS-Debüt schnüren allesamt einen Doppelpack“. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass ein „Sonntagsschuss“ des Gegners an der ansonsten sehr stabilen Abwehr um Leni Ibelshäuser, Vivien Bartel, Finja Müller und Viktoria Schwalm vorbei und für Torfrau Emily Müller unhaltbar unter der Querlatte des eigenen Tores einschlug.
Im entscheidenden Spiel gegen die äußerst körperbetont spielenden Melsungerinnen machte sich die dünne Personaldecke dann stärker bemerkbar. Trotz Chancenplus des Gegners hielt unser Team das Spiel lange offen. Zwei kleine Unaufmerksamkeiten im Stellungsspiel ermöglichten dem Gegner am Ende allerdings ein 2:0. Ein 0:0 hätte das Ticket für das Hessenfinale bedeutet.
Das spielerisch schönste Spiel des Turniers sahen die Zuschauer dann am Ende beim Aufeinandertreffen von ETS und Walter-Lübcke-Schule Wolfhagen. Hier ließ das gegnerische Team den Ball mit wenigen Kontakten geschickt in den eigenen Reihen laufen, und so begann auch unser Team – als man nicht mehr nur hinterherlaufen wollte – damit, besser Fußball zu spielen. Gelungenes Passspiel führte in Durchgang 1 zu zwei Großchancen für Själla Müller sowie für Silvia Gargarova, die leider allesamt ungenutzt blieben.
Mia Schwaner – der aufmerksame Leser wird es erinnern, auch sie sprang einst ein und half 2022, eine unserer bisherigen hessischen Bronzemedaillen von Grünberg mit an die Eder zu bringen – war es dann, die bei ihrem letzten Turnier mit Erfahrung und Technik in der 2. Halbzeit einen Eckball direkt im Tor unterbringen konnte, eine weitere Ecke landete am Innenpfosten. Talea Siebert ließ aber rasch das 2:0 folgen, als die Gegnerinnen auf Abseits spielen wollten. Der Anschlusstreffer zum 2:1 durch den Gegner konnte die Niederlage aber letztlich nicht mehr abwenden.
Die Farben der ETS wurden in Melsungen mehr als würdig von folgenden Spielerinnen (hinten von links) vertreten: Leni Ibelshäuser, Finja Müller, Emily Müller, Mia Schwaner, Vivien Bartel sowie (vorne von links) Talea Siebert, Viktoria Schwalm, Själla Müller und Silvia Gargarova (kuriose Vorkommnisse bleiben an dieser Stelle unerwähnt 😊).