Freiwillig in den Krieg gezogen (HNA, 21.09.2019)
Lehrerseminar weihte vor 100 Jahren Gedenkstein ein
Am 10. September 1919 versammelte sich eine große Trauergemeinde, darunter viele Eltern und Angehörige, an dem Gedenkstein aus Grauwacke, mit dem das Frankenberger Lehrerseminar, heute Gebäude der Edertalschule, „seine im Weltkrieg gefallenen Helden“ ehren wollte. Es waren, wie wir heute wissen, mindestens 68 umgekommene Frankenberger Seminaristen und ein Lehrer zu beklagen, von insgesamt etwa 700 gefallenen Lehrern in ganz Nordhessen. Die ersten Seminarabsolventen waren im August 1914 schon kurz nach der Mobilmachung in den Krieg gezogen, Ende August folgte ein zweiter Schwung von 40 jungen Freiwilligen aus Frankenberg. Wie systematisch, aus heutiger Sicht unverantwortlich leichtfertig diese jungen „Vaterlandsverteidiger“ auf Töten und Sterben vorbereitet wurden, zeigen Berichte über die Ausbildung der „Jugendwehr“ und Fotos, auf denen schon die jüngeren „Präparanden“ (Vorzubereitenden) mit ihren Schülermützen unter Anleitung alter Veteranen am Goßberg beim Kampf „mit heiliger Begeisterung zu sehen sind.
Edertalschülerinnen ausgezeichnet (HNA, 18.09.2019)
Für ihre Forschungsarbeit zur Geschichte der Hugenotten wurden die beiden Frankenberger Abiturientinnen Paula Schuchard (links) und Madleen Kreis in der Hessischen Staatskanzlei geehrt. Im Beisein von Staatsminister Axel Wintermeyer erhielten die Edertalschülerinnen für ihre Leistungen im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten den Förderpreis des Landes Hessen. Während der feierlichen Veranstaltung wurden sowohl die kritische Beleuchtung der Integration der Glaubensflüchtlinge seit dem späten 17. Jahrhundert als auch die abzuleitenden Lehren für die heutige Migrationspolitik lobend hervorgehoben. Am Ende hatte auch die Jury in diesen Bereichen die Qualität des Wettbewerbsbeitrags gesehen, so Moderatorin Susan Zare vom Deutschlandfunk.
„Der Anfang war eine ganz schöne Herausforderung“, erzählt Yvonne Bernt. Die gelernte Köchin ist seit September in der Mensa beschäftigt und musste sich erst einmal mit Abläufen, Mengen und Besonderheiten vertraut machen.
Jeden Schultag um 6.30 Uhr beginnt ihr Arbeitstag an der Edertalschule. „Wer nur schnell einen Kaffee braucht, kann gerne schon vorbeikommen. Backwaren gibt es dann ab 7.15 Uhr“, erklärt die Birkenbringhäuserin. Derzeit betreut sie die Mensa bis 11 Uhr und wechselt dann an die Grundschule in Röddenau, in der sie auch noch beschäftigt ist. Auf Dauer wird sie aber die Verkaufsleitung der Edertalschul-Mensa von der Öffnung bis zum Schließen der Rollos gegen 14 Uhr übernehmen.
Der Mutter von drei Kindern gefällt es gut, dass sie überwiegend junge Menschen als Kunden betreut. „Eines meiner schönsten Erlebnisse bislang war, als mich ehemalige Grundschulkinder aus Röddenau hier wiedererkannt und mich freudestrahlend begrüßt haben“, erinnert sie sich. Erwachsene könnten sie noch aus ihrer Lehrzeit im Terrassenhotel Edersee kennen.