Ein Bericht aus dem Schulleben vor den Schulschießungen.
Durch eine Kooperation der Stadtbücherei Frankenberg mit der Mediathek der Edertalschule, wurde ein neues Leseprojekt ins Leben gerufen. Dieses richtet sich an Schüler/innen der Lese- und Rechtschreibförderkurse zur Förderung der Lesekompetenz.
Die Kinder wurden an der Schule abgeholt, um anschließend das Tierheim Frankenberg zu besuchen. Dort angekommen, wurden sie vor die Wahl gestellt, ob sie einem Hund oder einer Katze aus einer selbstgewählten Lektüre vorlesen wollten.
Die Intention, welche sich hinter diesem Vorhaben verbirgt, ist eine Steigerung der Lesekompetenz auf Seiten der Schüler/innen, da man dem Tier ohne Druck vorlesen kann. Jenes kritisiert die Vorleser/innen nicht, es freut sich viel mehr darüber, dass ihm von Jemandem etwas vorgelesen wird. Meistens verhalten sich die Tiere ruhig und aufmerksam, sodass eine wohlige, stressfreie Atmosphäre entsteht.
Doch nicht nur die Kinder, sondern auch die zuhörenden Tiere profitieren! Diese verlieren nämlich auf diese Weise ihre Scheu vor dem Menschen und können somit leichter vermittelt werden. Manche Kinder haben während des Vorlesens sogar eine Bindung zu ihrem Tier aufbauen können, sodass es bereits vorkam, dass sie und ihre Familien bereit waren, das Tier zu adoptieren.
Dieses Projekt wurde von Nicole Stachowicz ins Leben gerufen und fand allgemein Zuspruch innerhalb der Lehrerszene.
Von Kim Geschwill (9c)
Wir sind Victoria Hofmann und Josefa Ramirez, Austauschschülerinnen aus Chile. Wir sind
17 Jahre alt und in Chile gehen wir in die 12. Klasse in die Deutsche Schule von Puerto Varas,
einer kleinen Stadt im Süden von Chile.
Ich, Victoria, habe zwei Geschwister, einen Bruder und eine Schwester, die älter sind als ich.
Ich wohne mit meiner Mutter auf dem Land in der Nähe von Puerto Varas und ich habe fünf
Hunde. Meine Hobbies sind Süßigkeiten backen, zeichnen, reisen und mich mit Freunden
treffen. Hier in Deutschland wohne ich bei einer Gastfamilie (sie hat zwei Kinder und zwei Hasen) in
Frankenberg.
Ich, Josefa, wohne mit meiner Mutter,Vater und Oma. Ich habe auch zwei Geschwister, einen
Bruder und eine Schwester und ich habe zwei Hunde als Haustiere. Ich wohne in einem Haus
in Puerto Varas. Meine Hobbies sind zeichnen, mich mit Freunden treffen und lesen. Hier in
Deutschland wohne ich in Röddenau bei einer Gastfamilie. Sie hat drei Kinder und einen
Hasen.
Wir blieben in Frankenberg / Deutschland für zwei Monate und dann machten wir eine Reise
durch Europa mit vielen Menschen. Wir machten diese Reise mit der gleichen Organisation,
die uns nach Deutschland gebracht hat (Organisatorin: Bettina Holzmann).
Die Edertalschule ist ganz anders als unsere Schule in Chile, zum Beispiel: die Schulzeiten,
die Größe von der Schule und die Anzahl der Studierenden.
In Chile verlassen wir die Schule um 15:15 Uhr, wir essen Mittag in der Schule und das
Gebäude ist kleiner als hier.
Wir erkennen bestimmte Unterschiede zwischen Deutschland und Chile, wie Pünktlichkeit,
das Wetter, der Transport, das Essen (Wurst, Brot und Döner) usw.
Wir denken, dass es eine gute Idee ist, Freunden aus Chile diese Erfahrung
weiterzuempfehlen (zur Schule zu gehen und mit einer Gastfamilie zu wohnen), weil es hier
verschiedene Traditionen gibt und du mit der Familie und Mitschülern freundschaftliche
Beziehungen herstellen kannst.
Wir vermissen von Chile unsere Heimat (Familie, Freunde, Haustiere, Aktivitäten), und von
Deutschland werden wir das leckere Essen vermissen, verschiedene und schöne Orte, unsere
Gastfamilie und Freunde.
Victoria und Josefa (10e)