(HNA, 04.04.2020)
Vor der ersten Abitur-Klausur am 19. März hatten wir in einem Interview mit drei Abiturientinnen der Edertalschule über ihre Erwartungen für die Prüfungen in diesen Corona-Zeiten gesprochen. Eine der drei, Lisa-Marie Paar (18, Frankenberg), haben wir nun nach der letzten Klausur gefragt, wie es gelaufen ist.
Im Interview vor drei Wochen haben Sie gesagt, dass die Belastung durch Corona ein zusätzlicher Faktor in den Prüfungsvorbereitungen sei. War das in den Klausuren auch so?
Es gab einige Sicherheitsvorkehrungen: Die Abstände zueinander, Bücher und Hilfsmittel wurden desinfiziert, und die Klausuren wurden von den Lehrern am Ende mit Handschuhen eingesammelt. Ansonsten waren es normale Abi-Prüfungen. Natürlich waren viele aufgeregt, manches war ungewiss, weil ja bis kurz vorher auch nicht feststand, ob wir wirklich schreiben. Darüber macht man sich natürlich Gedanken. Aber in der Prüfung selbst habe ich mich auf die Aufgaben konzentriert.
Sind Sie froh, dass die Abi-Prüfungen in Hessen durchgezogen wurden?
Ja, total froh. Und ich denke, das geht den meisten anderen Schülern auch so. Der Druck ist jetzt erst mal weg. Die Klausuren waren gar nicht so schlimm. Die Zeit, die jetzt kommt, ist aber noch ungewiss. Wir wissen ja noch nicht, ob die Schule nach den Osterferien weitergeht. Der letzte Unterricht für die Abiturienten ist schon am 15. Mai. Es kann also sein, dass auch noch reguläre Klausuren ausfallen.
Kultusminister Lorz bittet darum, „wegen der weiterhin bestehenden Ansteckungsgefahr auf die sonst üblichen Feierlichkeiten im Anschluss an die Prüfungen zu verzichten“. Habt ihr in eurem Jahrgang schon über euren Abiball gesprochen?
Bisher hatten wir die Hoffnung, dass der Abiball stattfinden kann – zumindest reduziert. Er ist für den 27. Juni in Battenberg geplant. Wenn er ausfallen müsste, wäre das sehr schade. Ein Jahr nach dem Abi braucht man auch nicht mehr zu feiern.
Text: jpa, Foto: Jörg Paulus, HNA vom 04.04.20

