Regionale Unternehmen informierten Schüler bei Berufsmesse
Ein duales Studium in der Wirtschaft? Oder doch lieber eine Ausbildung beim Finanzamt? Wie wird man eigentlich Polizist? Und kann ich meinen Traumjob auch hier in der Region ausüben? Nach dem Abitur die richtige Berufswahl zu treffen, fällt vielen Schülern schwer. Aus diesem Grund veranstaltete die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in der Kulturhalle der Edertalschule in Frankenberg die Berufsmesse „Karriere in Waldeck-Frankenberg“. 20 regionale Unternehmen und Behörden aus den unterschiedlichsten Bereichen stellten sich den Oberstufenschülern zunächst mit einer jeweils zweiminütigen Präsentation vor, ehe die Arbeitnehmer von morgen die Chance bekamen, sich persönlich an den Ständen der Aussteller zu informieren. Heike Fleischmann, Berufsberaterin für Abiturienten bei der Bundesagentur für Arbeit in Korbach, findet solche Veranstaltungen besonders wichtig. „Viele Schülerinnen und Schüler wissen gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt, auch in der Region Karriere zu machen“, sagt sie. „Hier auf der Messe können sie sich viel besser orientieren, informieren und mit Leuten aus der Praxis ins Gespräch kommen.“ So machten es auch Paul Ochse und Niklas Beil. Die beiden Zwölftklässler haben auf der Messe einen ersten Eindruck erhalten, wie riesig das Angebot für Abiturienten ist. „Es gibt so viele Berufe, da ist es schwierig, sich jetzt bereits festzulegen“, sagt Paul und auch Niklas weiß noch nicht, welchen Job er später einmal machen möchte: „Es ist eine sehr wichtige Entscheidung, die das ganze Leben beeinflussen kann. Deswegen will sie gut überlegt sein.“ Allerdings: Für die Karriere die Region verlassen, das muss nicht sein. „Es ist eine schöne Ecke hier, es gibt viele Möglichkeiten, die ich vorher gar nicht kannte“, gesteht Paul. „Hier gibt es bestimmt richtig gute Jobs“, ist sich auch Niklas sicher. Lucas Halt kann sich hingegen vorstellen, wegzuziehen und später zurückzukehren. Er findet es toll, dass an seiner Schule eine Berufsmesse organisiert wird: „Ich konnte erste Kontakte knüpfen.“ Und wieso ist die Karriere-Veranstaltung so wertvoll für Arbeitgeber? Julia Schröder, Ausbildungsleiterin bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, und Jannik Gasse, Ausbildungsleiter bei Finger-Haus, sind sich einig: Vor Ort in den Schulen präsent sein, persönliche Gespräche führen, das mache es aus. Und Lara Pohl von der Personalabteilung bei Viessmann in Allendorf erklärt: „Leider wird es immer attraktiver, von hier wegzugehen. Allerdings waren die Schüler sehr an unserem Unternehmen interessiert.“ Anja Dönges, Ausbildungsleiterin beim Finanzamt Korbach-Frankenberg, verrät, dass es viele Anfragen für ein duales Studium gab. Die Heimat zum Studieren einmal zu verlassen und gleichzeitig in der Region zu arbeiten, sei für sie der perfekte Weg. Jetzt müssen sich die jungen Erwachsenen nur noch bewerben.

