Kennenlernen in Baja (HNA, 13.10.2016)
Frankenberger Schüler verbrachten eine Austauschwoche in Ungarn
Auch in diesem Jahr – und damit bereits seit mehr als 25 Jahren – nahm eine Klasse der Edertalschule an einem Austausch mit dem ungarisch-deutschem Bildungszentrum in Baja teil. Wie immer sei die Gastfreundschaft der Ungarn überwältigend gewesen, sagte Conny Jordan von der Edertalschule. Sie betreute die Fahrt zusammen mit ihrem Kollegen Jürgen Merle. Nach einer ruhigen aber anstrengenden Nachtfahrt wurden die Zehntklässler von den Gastgebern mit einem Mittagessen erwartet, bevor es zu einer Kennenlernrunde in einen der Unterrichtsräume ging. Dort sollten die Gastschüler die Namen der ungarischen Schüler ernen und etwas über ihre Gastgeber erfahren: „Man musste drei Sätze aufschreiben, von denen zwei richtig waren. Natürlich kamen Sätze wie: Ich liebe Physik oder Mathematik, von denen man sofort wusste, dass sie falsch sein mussten“, berichtete Jordan schmunzelnd. Dadurch sei die erste Unsicherheit schnell überwunden worden. Danach gingen die Schüler in ihre Gastfamilien. Zehn waren im Internat untergebracht. Am nächsten Tag erwartete die Schüler ein spannendes Programm: Eine Ungarischstunde zum Kennenlernen der Sprache und der einfachsten Redewendungen, danach eine Stadtrallye in Baja, die natürlich auch die besten Eisdielen der Stadt beinhaltete. Außerdem erfolgte noch ein Empfang im Rathaus, wo der Bürgermeister die Schüler über die Stadtgeschichte informierte. „Zu unserer Überraschung war auch der örtliche Fernsehsender gekommen, der abends über den Besuch der Frankenberger berichtete“, sagte Jordan. Donnerstag stand der Besuch der Hauptstadt Budapest auf dem Programm. Den Abschluss der Woche bildete die Fahrt nach Pecz, der europäischen Kulturhauptstadt 2010. Hier besichtigten die Schüler das Gelände einer ehemaligen Porzellanfabrik, die durch die Verwendung neuer Farbstoffe andere Wege der Porzellanherstellung eröffnete. „Natürlich hatten die Schüler auch Zeit zum Einkaufen, insbesondere für Mitbringsel nach Deutschland“, so Jordan. Die Schüler verbrachten das Wochenende dann in den Familien und kehrten am Sonntag zurück. „Zufrieden, voller neuer Eindrücke und mit vielen Gastgeschenken“, sagte Jordan.

