Schaltkreis und Lotuseffekt (HNA, 01.09.2016)
Sechste Kinderakademie in der Ortenberg- und Edertalschule mit 107 Teilnehmern
Die Jungen und Mädchen in der „Chemie-Gruppe“ stellten selber Gummibärchen her, die Kinder in der „Informatik-Gruppe“ programmierten eigenständig einfache Spiele und in der „Physik-Gruppe“ bauten die Schüler Schaltkreise und einen Flaschenzug: Die nun schon sechste Kinderakademie in der letzten Woche der Sommerferien in der Ortenberg- und in der Edertalschule in Frankenberg stieß bei den bisherigen Viertklässlern wieder auf großes Interesse. 107 interessierte Kinder aus allen Schulen der Umgebung nahmen diesmal daran teil, zwölf mehr als im vergangenen Jahr. „Die Kinderakademie hat sich zu einem Erfolgsprojekt entwickelt“, sagte Cornelia Schönbrodt, die Leiterin der Ortenbergschule. An vier Tagen standen für die jungen Schüler in spielerischer und verständlicher Form die verschiedensten Themen auf dem Programm – angefangen von Chemie über Physik und Biologie bis zum Kochen und Theaterspielen. In insgesamt neun verschiedenen Gruppen konnten sich die jungen Schüler einwählen, besonders beliebt war das Fach Chemie: Im Labor führten die Kinder in drei Gruppen viele interessante und spannende Experimente durch. In Kooperation mit dem Heiztechnikhersteller Viessmann durften sieben Teilnehmer auch die Welt der Technik kennenlernen - und zwar direkt am Firmensitz in Allendorf-Eder: Die Kinder wurden mit dem Bus morgens geholt und mittags wieder nach Frankenberg gebracht. Im Fach Biologie wurde die Tier- und Pflanzenwelt ganz genau unter die Lupe genommen, beispielsweise wurde der Lotuseffekt untersucht. Und beim Kochen wurde geklärt, wo das Essen herkommt und wie man es selber macht. Leiterin der Kinderakademie, eine gemeinsame Initiative von Edertalschule und Ortenbergschule, war Dr. Martina Engel-Brandt: Sie bedankte sich am Ende vor allem bei dem Team aus Lehrern, Künstlern, Studenten und Schülern, die die Kinder jeden Vormittag betreuten. „Da steckt viel Arbeit und Herzblut drin“, sagte Engel-Brandt. Gefördert wurde die Kinderakademie vom Frankenberger Lions-Club mit Jörg Braun an der Spitze, für die Viessmann-Werke betreute Niklas Püllen das Projekt. Am Ende der vier Tage „Kinderakademie“ gab es für die Jungen und Mädchen gleich zwei spannende Programmpunkte: Erst präsentierten sie die Projekt-Ergebnisse ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden, zudem führte die Theatergruppe in der Kulturhalle das mit vielen „coolen Sprüchen“ modernisierte Theaterstück „Romeo und Julia“ auf. „Ich hab‘ noch jedes Mädchen geknackt“, kam beispielsweise im Text vor. Letztlich waren es für die Kinder nicht nur vier interessante und lehrreiche Tage – die Jungen und Mädchen hatten vor allem viel Spaß.

