Schülerwünsche für die Zukunft Frankenbergs (wlz-fz, 21.07.2015)

Schülerwünsche für die Zukunft Frankenbergs (wlz-fz, 21.07.2015)

Ergebnisse der Schülerbefragung „Lebensqualität von Jugendlichen in Frankenberg“ an Stadtverwaltung übergeben

schuelerwuensche fuer die zukunft frankenbergers wlz fz 21 07 2015Was denken die Schüler Frankenbergs über die Illerstadt? Wollen sie bleiben, nach der Schule weggehen oder erwägen sie, später einmal wiederzukommen? Antworten auf diese Fragen gaben die Schüler mittels eines Fragebogens, den sie selbst mitentwickelt hatten. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden am Montag an die Stadtverwaltung übergeben und sollen weiter ausgewertet werden. Insgesamt haben 820 Schüler der Ortenbergschule, der  Edertalschule und der Hans-Viessmann-Schule teilgenommen. Zunächst galt es, einen allgemeinen Teil zu beantworten, der für jede Schule gleich war. Eine erste Auswertung ergab, dass die berufliche Zukunft der Schüler ein Hauptkriterium zum Bleiben, aber auch zum Weggehen ist. Die Verteilung gestaltet sich je nach Schulabschluss unterschiedlich. Beispielsweise ergab die Umfrage, dass 70 Prozent der Abiturienten nach der Schule die Illerstadt verlassen wollen, um zu studieren. Bei Schülern mit einem Realschulabschluss sind es nur 34 Prozent. Die Auswertung ergab weiterhin, dass viele Schüler später gerne wieder nach Frankenberg zurückkehren würden – wenn die Bedingungen stimmen: Berufliche Möglichkeiten, eine bessere Verkehrsanbindung oder Infrastruktur seien einige dieser Bedingungen, sagte Josephine Lenk vom Planungsbüro Bioline, die gemeinsam mit Bernd Wecker die Ergebnisse präsentierte. Der zweite Teil wurde von den Schulen selbst entwickelt. Dabei ergaben sich ganz unterschiedliche Schwerpunkte: Die Ortenbergschule setzte sich mit der Bewertung der aktuellen Situation der Infrastruktur und Angeboten für Jugendliche auseinander. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Frage nach möglichen Veränderungen: Dabei steht auch die ärztliche Versorgung im Mittelpunkt. Die Fragen der Hans-Viessmann-Schule bezogen sich auf die sozialen Lebensbedingungen. Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass die meisten Befragten die Treffpunkte für Jugendliche in der Illerstadt als mittelmäßig bewerten. Die Edertalschüler wiederum legten ihren Schwerpunkt auf Angebote und Infrastruktur in der Zukunft und fragten nach Dingen, die vorhanden sein müssen, damit die Schüler später wieder zurück nach Frankenberg kommen. Dabei kristallisierten sich Einkaufsmöglichkeiten, eine schnelle Internetverbindung – die laut Bürgermeister Rüdiger Heß ab September zur Verfügung stehen soll – oder eine gute fachärztliche Versorgung als Schwerpunkte heraus. Es sei wichtig, Input zu bekommen, sagte der Rathauschef: „Frankenberg ist nicht so wie Köln, aber wir müssen mit unseren Pfunden wuchern.“ Für Evelyn Jacobs, Leiterin des Projekts „Familienstadt mit Zukunft“, ist die Umfrage ein wichtiger Beitrag: „Wenn wir wissen, was die Leute umtreibt, kann man was ändern“, sagte sie. Es sei nun wichtig, Ideen zu konstruieren, die man auch umsetzen könne.