Ein glamouröses Finale (HNA, 30.06.2014)

Ein glamouröses Finale (HNA, 30.06.2014)

Abiturienten verabschiedeten sich mit Blumen, Geschenken und Umarmungen

abiball hna 30 06 2014

Eine gewaltige logistische Herausforderung bedeutete die Organisation des diesjährigen Abiballs der Edertalschule Frankenberg. Mit G8 und G9 hatten zwei Jahrgänge gleichzeitig die Reifeprüfung abgelegt, was bei 228 erfolgreichen Absolventen über 800 Besucher bedeutete. Um es vorauszuschicken: Das zwölfköpfige Komitee löste seine Aufgaben hervorragend, und die Gäste lobten die umfangreichen Stell- und Dekorationsmaßnahmen im Bürgerhaus Gemünden und das Essen der Metzgerei Reuter aus Bad Laasphe mit kräftigem Applaus. „Wir sind jetzt also erwachsen“, stellte Benedikt Kantert, der gekonnt durch das Programm führte, fest. Die Ex-Schüler genossen den neuen Status im „Circus Abigalli“ ganz offensichtlich: Die jungen Männer entdeckten die Wirkung von Souveränität und Zuvorkommenheit, die jungen Damen glänzten charmant in den Roben der Saison. Da waren lange, kurze oder auch asymmetrische Kleider angesagt, gerne rücken- und schulterfrei, in allen Farben leuchtend und manchmal im Stil der 50-er Jahre. Bei den Frisuren waren Zöpfchen jeder Länge gefragt – zum einen hielten sie missliebige Strähnchen fest, zum anderen eigneten sie sich als Basis für Hochgestecktes. Benedikt Kantert eröffnete das offizielle Programm mit seiner Gitarre und einem Medley aus Liedern zum Abschied. „Time to say goodbye“ durfte da natürlich nicht fehlen“, aber auch das etwas weniger sentimentale „Wir sind dabei, jetzt auszuchecken“. Stellvertretend für alle Schulabgänger hielten Fynn Held, Eldin Mehic und Alexander Paulus einen spöttischprovokanten Rückblick auf ihre Schulzeit, in dem sie es jedoch auch nicht versäumten, allen Beteiligten für ihre Hilfestellungen zu danken. „So voll war der Jahrgang noch nie“, hieß es bewusst zweideutig. Alle 13 Tutorien verabschiedeten sich mit Blumen, Geschenken und Umarmungen von ihren Tutoren. Neben vielen Erinnerungen gab es da zum Beispiel Fotoalben, Theaterbillets, Büchergutscheine, einen Schokokuchen und sogar ein Birnbäumchen für den heimischen Garten. Einer der Höhepunkte war eine Dixieland-Einlage von Dr. Norman Benner und seiner Band, die sich extra für diesen Abend gegründet hatte. „Bay mir bistu scheyn“, swingten die Musiker an Helikon, Banjo, Posaune, Trompete und Schlagzeug – und auch die Rufe nach einer Zugabe wurden nicht ignoriert. Zwischendurch wurden immer wieder mit kleinen Geschenken die „Abi-Awards“ verkündet. Für das „süßeste Abipärchen“ gab es zum Beispiel Süßigkeiten, der „Abi-Zuspätkommer“ erhielt einen Wecker und der „Abi-Jüngling“ einen Schnuller. „You just call out my name“, sang eine Gruppe vom Abi-Gottesdienst und erhielt dafür viel Beifall. Zu späterer Stunde wurde die Cocktailbar eröffnet, und DJ Andy Franke vom Rio Palace Mallorca heizte den Tanzwütigen noch einmal so richtig ein.