Eine Diva fürs Orchester (HNA, 01.11.2013)
Spende der Frankenberger Bank: Schulmusiker schaffen neuen Kontrabass an
Eine neue Tuba oder ein Kontrabass soll es werden. Die „Diva der Instrumente“, wie Markus Wagener den Kontrabass nennt, könnten sie immer gebrauchen. Der Leiter des 86-köpfigen Jugendsinfonieorchesters der Edertalschule in Frankenberg hat schon zahlreiche Pläne, was von den 5000 Euro gekauft werden könnte. Diesen Betrag spendete jetzt die Frankenberger Bank an das Musikensemble. „Kontrabässe und Tuben sind Instrumente, die Kinder nicht von zuhause mitbringen“, erklärt Wagener. Zudem sei ein Kontrabass ein hochempfindliches Instrument, das immer gleichförmige Luftfeuchtigkeit und Temperatur benötige. Bei der Entscheidung, welches Instrument der Jugendliche spielen wolle, sollte nicht der finanzielle Aufwand, sondern die Begeisterung für das Instrument selbst ausschlaggebend sein. „Der Twingo unter den Kontrabässen, eine Sperrholz-Ausführung, kostet bereits 2500 Euro. Für einen hochpreisigen zahlt man bis zu 25 000 Euro“, verdeutlicht Wagener die Kosten für Musiker.
„Wir wollen bewusst teure Instrumente zur Verfügung stellen, denn billige sind im Schulbetrieb sofort kaputt“, betont der Leiter des Ensembles. Doch auch für neue Notenständer, Mikrofone und Reisen zu Aufführungen wie zuletzt in den USA würde Geld benötigt. „Es ist immer wieder toll, besseres Werkzeug, wie beispielsweise einen stabileren Notenständer, zum ohnehin schon schweren Musizieren zu bekommen“, erklärt Wagener. „Wir haben den Anspruch als regionale Bank, Projekte vor Ort zu fördern“, sagte Ralf Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Frankenberger Bank. Eine musikalische Ausbildung sei wichtig für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen und zeige ihnen, wie gut eine Zusammenarbeit funktionieren könne. „Für das spätere Berufsleben ist es sehr wichtig und von Vorteil, gemeinsam mit anderen zusammenarbeiten zu können“, lobte Schmitt das Musizieren im Ensemble.


