Drei Wochen vergingen wie im Flug

Drei Wochen vergingen wie im Flug

Besuch aus Singapur beim PAD-Austausch vom 29.05.–19.06.2016

drei wochen vergingen wie im flugDie drei Wochen mit den singapurischen Gastschülern war auch dieses Jahr wieder ein großer Spaß! Wir haben tolle Ganztagsausflüge gemacht, wie zum Beispiel nach Rüdesheim, Marburg und Eisenach, wo wir uns Denkmäler, alte Gebäude und ein Schloss angesehen haben. Die Wochen waren vollgepackt mit allerlei Ausflügen und Besichtigungen rund um Frankenberg, wie etwa der Wildparkbesuch oder ein Abend mit der Landjugend Geismar. Auch außerhalb der Schule haben wir uns immer als ganze Gruppe oder nur mit ein paar Leuten getroffen und haben zusammen Zeit verbracht. Ein Bowlingabend mit McDonalds-Besuch, Public Viewing zur EM, oder Spielplatz- und Minigolfbesuche, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Wenn ich mich jetzt zum Anfang zurück erinnere, als unsere Gäste am Sonntag angekommen sind, waren wir uns alle noch fremd und wussten nicht genau, worüber wir reden sollten oder was wir zu den anderen Gastschülern sagen sollten, die wir ja noch weniger kannten, aber über die drei Wochen sind wir zu einer gemeinsamen Gruppe zusammengewachsen und haben uns alle die ganze Zeit über gut verstanden.
Am Grillabend am zweiten Tag hatte niemand Lust auf irgendwelche Kennenlernspiele, weshalb wir auf einen Hügel geklettert sind und und gegenseitig mit Pusteblumen und Gräsern abgeworfen haben.
Wenn ich nun versuche, ein paar Highlights aufzuzählen, kann ich das ehrlich gesagt nicht, denn es ist in der kurzen Zeit so viel passiert, weshalb wir oft lachen mussten. Es gibt ein paar lustige Sachen, die uns passiert sind. Als wir in Rüdesheim waren, sind wir mit einer Seilbahn zum Niederwald-Denkmal auf einem Berg gefahren. Als wir nach einiger Zeit in der Hitze der Sonne, dann wieder runter gefahren sind, kamen uns eine Gruppe von Zwanzigjährigen entgegen gefahren (in eine Kabine passen nur zwei, oder drei Leute). Ein paar haben den Gastschülern ein „Konichiwa“ zugerufen, was das japanische Wort für „Hallo“ ist. Das fanden wir (mit wir meine ich mich) eigentlich sehr witzig und mussten lachen. Niemand der Singapurer stammt aus Japan...
Einen Tag haben wir den Bauernhof Köhlermühle besucht, bei dem wir dann Kühe bei ihren täglichen Geschäften beobachtet haben, wie z.B. gemolken zu werden. Die meisten Leute waren aber eher an dem Hund "Fanta" interessiert, der immer mitgelaufen ist, wenn uns etwas Neues gezeigt wurde. Wo findet man Kühe? Auf Wiesen in Singapur bestimmt nicht. Man findet sie höchstens im Zoo, weshalb sich alle auch gefreut haben, Kälbchen anfassen zu dürfen und mit ihnen zu spielen.
Eine andere lustige Begebenheit hat sich am Kulturabend zugetragen. Eigentlich wollten wir zusammen als Gruppe „Wir sind groß“ singen. Leider konnten die Gastschüler nicht so schnell deutsch singen und auch die meisten Deutschen kannten den Liedtext nicht, was am Ende ein kleines Desaster geworden ist. Zuletzt haben es aber alle wieder mit viel Humor genommen.
Als letztes möchte ich nur sagen, dass mich die Ausflüge manchmal an eine chinesische Reisegruppe erinnert haben, denn ihre Handys und teuren Kameras waren immer draußen und ständig wurden Fotos gemacht, auch viele Selfies und auch witzige Videos sind dadurch entstanden. Am Kulturabend ist daraus dann ein sehr schöner Film geworden. Es sind noch so viele andere Sachen passiert, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, aber es war ein großer Spaß, selbst für die Deutschen, und die Gastschüler wollten am liebsten hierbleiben. Die drei Wochen vergingen wie im Flug.

Lucie Keßler, 9b