Tanzen bricht das Eis (HNA, 16.06.2014)

Gastschüler aus Singapur lernen mit der Landjugend deutsche Tänze kennen

gastschueler singapur bei landjugend hna 16 06 2014

Einige der Gastschüler aus Singapur schauen zunächst etwas skeptisch, als die Landjugend Geismar den Zillertaler Hochzeitsmarsch vortanzt - aber schon kurze Zeit später wagen sich die ersten auf die Tanzfläche und bei der Sternenpolka machen dann alle begeistert mit. „Es ist neu und interessant, aber macht Spaß“, sagte Lusina aus Singapur und lacht. Auch Cheng Shon ist angenehm überrascht: „Ich habe gedacht, dass es langweilig würde, aber es macht Spaß“, bestätigt auch sie. Den lachenden Gesichtern nach zu urteilen, genießen auch die anderen Gastschüler den Abend in Geismar und finden es lustig, dass einige von ihnen auch mal die Mützen oder Hauben der Landjugend aufsetzen dürfen. Die Herzlichkeit und Offenheit der Geismarer Landjugend kommt offensichtlich gut an. „Wir haben schon öfters ausländische Schüler zu uns eingeladen“, sagt die Vorsitzende der Geismarer Landjugend Helena Graß gegenüber der HNA. Auch aus Singapur sei erst vor zwei Jahren eine Gruppe dagewesen. „Wir haben für heute Abend Tänze ausgesucht, die nicht so kompliziert sind und die man schnell lernen kann. Dann packt sich jeder einen und dann geht es los“, sagt sie schmunzelnd. „Hinterher sind die immer total begeistert.“ Vom Schwung und vom-Takt der Musik lassen sich auch einige Eltern der deutschen Schüler anstecken und tanzen spontan mit. Die singapurianische Lehrerin Pui-Eng Wong macht derweil fleißig Fotos von den tanzenden Paaren. Das gemeinsame Tanzerlebnis sei immer ein „Super-Eisbrecher“ sagt ihre deutsche Kollegin Christina Lambach, die bereits mehrfach mit Schülergruppen verschiedener Nationalitäten bei der Landjugend zu Gast war. Im Gegenzug organisieren die Schüler aus Singapur übrigens nächste Woche in der Edertalschule einen „Kulturabend“, an dem sie den deutschen Schülern, Eltern und Lehrern ein wenig von ihrem Heimatland nahebringen wollen. „Wir werden traditionelle Spiele vorstellen und auch Henna-Tatoos anbieten“, kündigt Pui-Eng Won an. „Hoffentlich lernen die deutschen Schüler dann auch was von uns“. Auf dem weiteren Programm stehe außerdem noch ein Besuch im Frankenberger Tierpark, eine Besichtigung der Stadtbäckerei und ein Ausflug in den Kellerwald