Kopfstand für Sicherheit (HNA 01.09.2012)

Verkehrswacht Frankenberg veranstaltete Aktionstag an der Edertalschule

verkehrstraining jg 13 hna 01 09 2012

Wie verändert sich die Reaktionszeit, wenn ich Alkohol getrunken habe? Wie befreie ich mich nach einem Unfall am besten aus einem Auto, das auf dem
Dach liegt? Nur einige von vielen Fragen, auf die ein Aktionstag der Verkehrswacht Frankenberg an der Edertalschule Antworten gab.
Alkohol ist wichtiges Thema „Wir machen das einmal im Jahr“, erklärte Ulrich Tobias, Lehrer und Verkehrsobmann an der Edertalschule. „Vor allem
Alkohol ist dabei ein wichtiges Thema. Die jungen Leute haben keine Erfahrung in dem Bereich. Mit den praktischen Angeboten der Verkehrswacht
wollen wir das ändern.“ Das bestätigte auch Verkehrswacht-Vorsitzender Ferdinand Hagenbach: „Die praktische Vorführung ist besonders bei jungen Menschen wichtig.
Und es bietet in gewisser Weise auch eine Abwechslung.

Mit Theorie werden die Schüler ja schon den ganzen Tag gequält“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Das Angebot der Verkehrswacht kam bei den Schülern gut an. An einem Motorradsimulator etwa konnten sie erleben, wie sich der Genuss von Alkohol auf die Reaktionszeit auswirkt. Nicht selten endete die Fahrt am Simulator mit einem Unfall. Passend dazu gab es die Geräuschkulisse heulender Sirenen aus dem Computer.
Mit Hilfe spezieller Brillen konnte die Wahrnehmung unter dem Einfluss von 1,3 Promille Alkohol nachempfunden werden. Die Schüler mussten so einen kleinen Parcours
durchlaufen und bekamen von Mitarbeitern der Verkehrswacht kleine Bälle zugeworfen, die sie fangen sollten. Die wenigsten schafften das. Besonderer Andrang
herrschte auf dem Parkplatz vor der Schule. Dort standen ein Gurtschlitten und ein Überschlagsimulator. „Keine Angst, ich bring’ euch heil nach Hause“, witzelte eine Schülerin, als sie auf dem Fahrersitz des Überschlagsimulators Platz nahm. Einige Sekunden später stand der Wagen auf dem Kopf. „Die Füße auf den Wagenhimmel,
Knie durchdrücken und dann abschnallen“, wies Verkehrswachtmitarbeiter Lars Jockel die jungen Leute an, die kurz darauf den Simulator wieder verlassen konnten.
„Wahnsinn, ich wusste im ersten Moment gar nicht, wo unten und oben ist“, lautete das Fazit eines Schülers.