Die Dänen sind da (HNA, 16.11.2017)

Neues Austauschprojekt der Edertalschule – Europäischen Gedanken vorantreiben

die daenen sind da 161117Premiere an der Edertalschule: Erstmals ist eine Gruppe junger Dänen zu Besuch am Frankenberger Gymnasium. Die Jugendlichen aus einem Vorort der dänischen Kleinstadt Vejle sind mit dem Zug angereist und wohnen während ihres fünftägigen Aufenthalts in Gastfamilien. Ein Gegenbesuch ist für Juni nächsten Jahres geplant. Hintergrund ist ein neues Austauschprojekt der Edertalschule, die – nachdem erst kürzlich niederländische Schüler aus Drachten da waren – mit den Beziehungen zu Dänemark den „Europäischen Gedanken“ weiter vorantreiben will, wie Marco Nezi, der den Austausch zusammen mit seinen Kolleginnen Martina Wormsbächer, Dr. Katja Battenfeld und Fachbereichsleiterin Claudia Neumark betreut, gegenüber der HNA sagte. „Wir möchten gerne den Mittelstufenschülern die Möglichkeit geben auf Basis der englischen Sprache einen Austausch in einem europäischen Land zu ermöglichen“, so Nezi. Die Suche nach Partnerschulen in Großbritannien gestalte sich zunehmend schwierig, da dort nur noch wenig Deutsch gelehrt werde und das Interesse an Deutschland zurückgegangen sei. „Wir haben uns daher auf die Suche nach neuen Partnern in Europa begeben und hoffen dadurch, dass sowohl der europäische Kontakt intensiviert als auch die englischen Sprachkenntnisse gefördert werden können.“ Fachbereichsleiterin Claudia Neumark begrüßt das neue Projekt: „Uns ist es wichtig, dass wir den Englisch-Austausch wieder aufleben lassen“, sagte sie. Einen Austausch mit französischen Partnerstädten gebe es bereits seit 40 Jahren an der Edertalschule.
Zuletzt sei man wieder dazu zurückgekehrt, mit der französischen Partnerstadt die Beziehungen zu pflegen. Derzeit bereite man zudem einen Austausch mit Spanien vor, kündigte sie an. Nachdem Schulleiter Claus-Hartwig Otto die 16 dänischen Gastschüler gestern in der „von außen auf den ersten Blick eher altmodischen, aber innen modern ausgestatteten“ Edertalschule offiziell begrüßt hatte, standen für die Jugendlichen noch ein Empfang bei Bürgermeister Rüdiger Heß und eine Stadtführung auf dem Programm. Geplant sind außerdem Ausflüge nach Marburg und zum Nationalparkzentrum. Am Samstag fahren sie wieder nach Hause. „Die Hinfahrt war sehr abenteuerlich, da der Hamburger Hauptbahnhof wegen eines Feueralarms evakuiert werden musste und die Schüler deswegen erst mit mehrstündiger Verspätung hier angekommen sind“, sagte Marco Nezi, der die Gruppe am Frankenberger Bahnhof in Empfang genommen hatte.