Bilder, die aufrütteln (HNA, 11.02.2017)

„Red Hand Day“ – Jugendliche malten Bilder zum Gedenktag für Kindersoldaten

bilder die aufruetteln 110217„Man bekommt von Kindersoldaten in den Nachrichten nicht so viel mit. Deswegen hat mich das Thema sehr interessiert”, sagt Julia Salmin. Die Abiturientin hat bei dem Mal-Wettbewerb zum Red Hand Day (12. Februar) mitgemacht, den die Frankenberger Edertalschule auf Anregung der Ortsgruppe des Kinderhilfswerkes terre des hommes ausgerufen hat. Die Bilder der Jugendlichen sind seit Donnerstag für zwei Wochen in der Frankenberger Sparkassen-Filiale an der Uferstraße ausgestellt. Symbolisch für das Leid von Kindersoldaten steht die Rote Hand: Weltweit werden seit 15 Jahren Handabdrücke gesammelt und zum Beispiel an Bundestagsabgeordnete oder auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon geschickt. Die Politiker sollen dazu bewegt werden, sich für Kinder einzusetzen. In einer Pressemeldung forderte das Deutsche Bündnis Kindersoldaten (zu dem terre des hommes gehört) am Donnerstag die Bundesregierung auf, den Export von Kleinwaffen und Munition komplett zu stoppen. Diese landeten immer wieder in den Händen der weltweit 250 000 Kindersoldaten. Damit sei Deutschland „mitverantwortlich für die Eskalation von bewaffneten Konflikten und das Leid vieler Kinder in diesen Ländern“. Eberhard Lamm, Geschäftsbereichsdirektor der Sparkasse Frankenberg, hat für die Ausstellung gerne das Foyer der Frankenberger Filiale zur Verfügung gestellt. „Die Bilder sind Impulse für die Leute, sich für Menschen in Not zu engagieren. Wir haben eine hohe Kundenfrequenz – so stößt die Ausstellung auf ein breites Publikum.“ Susanne Wihl (terre des hommes) hat die Aktion initiiert, Kunstlehrerin Ulrike Rupprecht den Wettbewerb an der Edertalschule organisiert. Die Schüler der Ortenbergschule haben eine Näharbeit für die Ausstellung angefertigt. Auch von Hobby-Cartoonist Shoaib Mohammadi gibt es einige Bilder zu sehen.