Bei 13 Gramm war Schluss (HNA, 28.12.2017)

Auf der MINT-Messe zeigten die Edertalschüler ihre Projekte und Experimente

bei 13 gramm war schluss 281217Seit genau drei Jahren ist das Frankenberger Gymnasium Edertalschule eine Schule mit dem Schwerpunkt MINT und damit auch Teil des bundesweiten MINTExzellenz-Schulnetzwerkes. MINT – diese vier Buchstaben stehen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Was die in diesem Bereich engagierten Gymnasiasten in Zusammenarbeit mit ihren Lehrern in den vergangenen Monaten an spannenden Ideen und Inhalten auf die Beine gestellt haben, präsentierten sie Eltern und Freunden jetzt bei einer MINT-Messe in der mit 300 interessierten Besuchern gut gefüllten Kulturhalle. „Von diesen Untersuchungen und Forschungen können alle Gäste nur begeistert sein“, weckte Schulleiter Claus-Hartwig Otto schon bei der Eröffnung große Erwartungen, zu der Messe begrüßte er auch Schüler und Kollegen aus den Nachbarschulen: „Der Besuch drückt aus, dass unsere Projekte auf großes Interesse stoßen“, sagte Otto. Dabei galt sein Dank den Lehrerkollegen, die die Messe initiiert und die Schüler angeregt hatten, sich mit MINT zu beschäftigen. Bei der Messe präsentierten rund 100 Schüler aller Jahrgangsstufen verblüffende Experimente und interessante Ergebnisse ihrer Arbeiten. „Fast ein Jahr lang haben die Jugendlichen an ihren Projekten gebastelt, um letztlich grandiose Arbeiten präsentieren zu können“, informierte Chemie-Lehrer Björn Croll die Besucher, darunter auch MINT-interessierte Kollegen aus Kassel, der Schwalm und auch aus Fritzlar. „Hinter den Projekten steckt unglaublich viel Arbeit“, erinnerte Croll. Die Experimente seien weitgehend von der Schule finanziert worden. Die Präsentationen gingen anschließend in rund zweieinhalb Stunden über die Bühne. Ein Wahlpflichtkurs zeigte beispielsweise aus Legosteinen zusammengebaute Roboter. Unter der Überschrift  „Ein Projekt entwickelt sich“ hatte die Biologie-Klasse ein Vivarium mit Vogelspinnen, Schnecken, einer Wüstenmaus und auch zwei großen Echsen dabei - und die „harmonische
Schwingungsdauer“ an einem U-Rohr präsentierte die Physik-AG. Seine Auswertungen unter anderem zum Thema Nahrungsanbau und Pflanzenwachstum im Weltallstellte das Team „Jugend forscht“ vor. „An den Projekten und auch an den Präsentationen waren wieder Schüler aller Jahrgangsstufen beteiligt, von der Unterstufe bis zur Oberstufe“, freute sich MINT-Koordinator Oliver Blinn. Bei der Messe gab es auch einen kleinen Wettbewerb: Einige Schülergruppen hatten jeweils einen Elektromotor gebaut und mussten damit ein kleines Gewicht anheben lassen: „Die besten Motoren haben zwölf Gramm locker geschafft, bei 13 Gramm war alles vorbei“, kommentierte Lehrer Dr. Norman Benner das Ergebnis des Motortests. Letztlich stand auch noch eine beeindruckende Physik-Show mit den beiden Physikstudenten vom „Team Scientastic“ auf dem Programm: Philipp Beloiu aus Frankfurt und André Michel aus Willingen zeigten spannende Experimente rund um Feuer, Luft, Kälte und Wärme.