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MINT bezeichnet als Abkürzung die Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und stellt neben dem musikalischen Schwerpunkt ein weiteres Aufgabenfeld dar, auf dem sich unsere Schule besonders engagiert.

Unser MINT-Konzept, das in den verschiedenen Jahrgangsstufen ansetzt, um Interesse zu wecken und eine breite Förderung zu ermöglichen, stellt sich wie folgt dar:

uebersicht mint 2015

Deutschland befindet sich als Exportnation im ständigen Wettbewerb, konkurrenzfähige Produkte herzustellen. Diese müssen durch Qualität und Innovationen überzeugen. Es sind die Mathematiker, Ingenieure, Informatiker, Physiker, Biologen und Chemiker, die diese Weiterentwicklung vorantreiben und somit letztendlich den Wohlstand in unserer Gesellschaft sichern. Sie sind es auch, die die technischen Lösungen anbieten werden, um die großen Herausforderungen der Zukunft (z. B. Klimawandel, Mobilität, Energiesicherheit, Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung) erfolgreich zu bewältigen.

Die Edertalschule ist bestrebt, im MINT-Bereich die individuellen Fähigkeiten und Neigungen unserer Schülerinnen und Schüler besonders zu fördern, um auf diese Weise das Interesse für naturwissenschaftliche Studiengänge und Ingenieurberufe zu wecken bzw. zu verstärken. Die besondere Bedeutung dieser Bestrebungen wird durch unsere Mitgliedschaft im Verein MINT-EC http://www.mint-ec.de/ unterstrichen, die es uns ermöglicht, den mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt angemessen zu vertiefen.

Experimentelles Arbeiten ist dabei ein wesentlicher Baustein in unserem MINT-Konzept, welches sowohl in der Physik (Alltagsphysik: Reihen-, Parallelschaltungen,...) als auch in der Chemie (Alltagschemie: Herstellung von Seife, Fettcremes, ...) einerseits einen Motivationsfaktor, andererseits aber auch die Grundlage für vertieftes naturwissenschaftliches Arbeiten darstellt.

 

 

Lea Ziegler war im MINT-Camp Ozeanforschung in Kiel

Edertalschule schickt zum ersten Mal eine Schülerin zum MINT-Camp

 

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Kurz nach meiner Ankunft am Dienstag, den 8. April, im Kieler Hauptbahnhof und einem kleinen Spaziergang zur Jugendherberge, wurden wir von den zuständigen Mitarbeitern des MINT-EC, Johannes Brattke und Ilkgül Iskifoglu, begrüßt. Ebenfalls zuständig für die Planung des Camps und als Betreuer mit unterwegs, waren die beiden Lehrer Isgard Fenske und Afshin Farokhi von dem Gymnasium Kronshagen, in der Nähe von Kiel. Nach einer kurzen Stadtführung im kalten, regnerischen Kiel wurden wir zusammen mit Wolfgang Gollub, dem Vorstandsvorsitzenden des MINT-ECs, im Ministerium für Bildung und Wissenschaft durch Ministerin Waltraud Wende in Empfang genommen.

Am nächsten Tag ging es dann zum Standort Westufer des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, wo wir zunächst eine theoretische Einleitung durch mehrere Vorträge bekamen. Mit der Fähre fuhren wir weiter zu dem zweiten Forschungsgebäude des GEOMAR, auf der östlichen Seite der Kieler Förde. Dort bekamen wir eine Werksführung und durften dann in Gruppen selber ran;

die Aufgaben lauteten:

  • Nachbauen der Salzzufuhr von der Nordsee in die Ostsee mithilfe von Schwämmen, Salz und unterschiedlich gefärbtem Wasser
  • physikalische Messungen an dem Steg vor dem Gebäude, in unterschiedlichen Wassertiefen, durchführen, um die unterschiedlichen Sauerstoff- und Salzgehalte festzustellen
  • chemische Messungen vornehmen, die sich mit dem Nitrat-, Phosphat- und Silizium-Gehalt des Wassers beschäftigen
  • und ein anschließender Vergleich der Messwerte

Betreut wurden wir dabei von den drei Mitarbeitern des GEOMAR, Dr. Sally Soria-Dengg, Joachim Dengg und Katja Pasdzierny, die uns auch die restliche Woche über begleiteten.

Am nächsten Tag widmeten wir uns zunächst der Aufgabe, verschiedene Wasserproben von unterschiedlichen Stellen und Tiefen chemisch zu ermessen und mithilfe unseres Vorwissens einzuordnen, welche jeweils woher stammen könnte. Danach fischten wir mit einem Netz Plankton, bzw. mit einer Schaufel Benthos. Beide Proben beobachteten wir unter dem Mikroskop und ordneten sie den verschiedenen Übergruppen, wie etwa Phytoplankton – Kieselalge, zu und waren auch oft in der Lage, die genaue Art zu bestimmen (eine in Kiel besonders häufig vorkommende Kieselalge ist z.B. die Sceletonema Costatum). Mit den Benthos Organismen gingen wir genauso vor. Besonders überrascht hat uns z.B., dass es im Hafen so viele Seesterne gibt. Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf und begannen, den nächsten Tag vorzubereiten, den wir auf dem Forschungsschiff Alkor verbringen sollten. Ich gehörte zu der Gruppe, die sich mit Benthos beschäftigte: an zwei verschiedenen Stellen wurden von einem Kran Rotalgen-Lebensgemeinschaften gefischt, die wir gemeinsam nach Art sortiert und anschließend bestimmt haben. Zwischendurch bekamen wir auch eine Schiffsführung, durch die wir über die Arbeit des Kapitäns informiert wurden und in die Kajüten der Crew reinschnuppern durften. Am Ende des Tages und leider auch schon des ganzen Camps stellten wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse vor. Anschließend verabschiedeten wir uns voneinander, bevor wir in die unterschiedlichsten Richtungen unsere Heimreise antraten.

Erstes Mint-EC-Praktikum an der Edertalschule

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Vom 28.10.2013 bis zum 30.10.2013 fand zum ersten Mal das Mint-EC-Praktikum für Physikleistungskursschülerinnen und -schüler der Kursstufe Q3 an der Edertalschule statt. Dreizehn Schüler und drei Schülerinnen hatten die Möglichkeit, an jedem der drei Tage Experimente aus dem Oberstufen-Physikunterricht durchzuführen und auszuwerten. Insgesamt standen acht Experimente zur Auswahl:

  • Millikan-Versuch zur Bestimmung der Elementarladung des Elektrons
  • Bestimmung der spezifischen Ladung e/m mit der Fadenstrahlröhre
  • Bestimmung der Hallkonstanten von Zink und n-dotiertem Germanium
  • Die Meißnerschaltung zur Erzeugung ungedämpfter elektromagnetischer Schwingungen
  • Atome können nur bestimmte Energiemengen aufnehmen (Franck-Hertz-Versuch mit Neongas)
  • Zerstörungsfreie Analyse von Proben mit dem Röntgenenergiedetektor — Resonanzfluoreszenz
  • Bestimmung des Planckschen Wirkungsquantums über den äußeren Fotoeffekt
  • Elektronen auf berechenbaren Bahnen — Experimente mit der Elektronenablenkröhre

Die Veranstaltung startete am Montag mit einer Einführung in die Fehlerrechnung, die bei der Angabe der Genauigkeit eines Messergebnisses unbedingt erforderlich ist und die die Teilnehmer während der nächsten drei Tage auch intensiv anwenden mussten. Danach wurden in Zweiergruppen die o.g. Experimente durchgeführt. Bis Dienstag Nachmittag hatten die Gruppen drei oder maximal vier Experimente geschafft. Dies gibt bereits einen Hinweis darauf, dass man sich intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Am Mittwoch lautete die Aufgabe dann, dass man zu einem der selbst durchgeführten Experimente mit seinem Partner eine kleine Präsentation über alle Aspekte (Theorie/Praxis/Technik) erstellen und am Nachmittag dann auch halten musste. Damit sollten die Teilnehmer über die Inhalte aller acht Experimente informiert werden. Vorrangiges Ziel des Praktikums ist es, den Schülerinnen und Schülern außerhalb des engen Zeitrahmens im regulären Unterricht sowohl Zeit zur intensiveren Durchdringung des experimentellen Aufbaus und der zugrundeliegenden Theorie als auch zur eigentlichen Durchführung mit all ihren Schwierigkeiten und zur Auswertung der Messdaten zur Verfügung zu stellen, um damit bei den ausgewählten Experimenten für ein tiefer gehendes Verständnis zu sorgen. Nach Rückmeldung der beteiligten Schülerinnen und Schüler kann dieses Ziel als erreicht angesehen werden. Denn genau diese Punkte wurden von den Teilnehmern bei der Abschlussbesprechung als besonders positiv genannt. Gewünscht hätte man sich zum Abschluss gerne einen Rundgang bei dem Experten denjenigen Schülern, die ein Experiment nicht durchgeführt haben, direkt vor Ort den Aufbau und die Durchführung erläutern, um noch intensiver über alle Versuche informiert zu werden. Die obigen Bilder geben einen Eindruck von der intensiven Arbeit der Teilnehmer an den mit den Experimenten und dem Experimentieren verbunden Fragestellungen und Problemen.

Offizielle Aufnahme neuer  MINT-Schulen – Wir sind dabei!

Am vorvergangenen Wochenende (14./15.09.12) fand in Berlin die Schulleitertagung der deutschen MINT-Schulen statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde die Edertalschule offiziell als Anwärter auf die Vollmitgliedschaft im Verein MINT-EC begrüßt. Wir sind damit Teil eines umfangreichen Netzwerkes, das sich die Förderung exzellenter Schulen im Bereich der mathematisch – naturwissenschaftlich – technischen Fächer auf die Fahnen geschrieben hat. Nach einem strengen Auswahlverfahren dürfen wir nun stolz sein, den ersten Schritt hin zur Vollmitgliedschaft erfolgreich gemacht zu haben.
Mein Dank gilt allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen der betreffenden Fachschaften sowie im besonderen Herrn Starck, Herrn Croll und Herrn Göttlich für ihre großartige Koordination und Begleitung der MINT-Aktivitäten an der ETS. Dank gebührt an dieser Stelle auch der Firma Viessmann sowie die Technische Hochschule Mittelhessen, die uns großzügig unterstützen, u.a.  bei  unserem tollen YEA (Young Engineer Academy)-Projekt.

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