„Erst schlapp gelacht – dann nachgedacht“

Die neunten Klassen besuchten das Theater-RequiSit

thetaer requisit 261117Live-Musik von Saxophon und Keyboard empfing uns im Korbacher Bürgerhaus. „Erst schlapp gelacht – dann nachgedacht“ Das ist die Devise des Theaters-RequiSit, das alle fünf neunten Klassen in der vergangenen Woche in Korbach besuchten. Die Theatergruppe von RequiSit besteht ausschließlich aus ehemaligen Suchtabhängigen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, über die Sucht  und die Schwierigkeiten, diese zu überwinden, aufzuklären.
Das Programm für den Vormittag war zweigeteilt. Zunächst gab es eine Improvisationstheatershow, in der die Themenvorschläge der Schüler spontan in Geschichten verwandelt wurden. Dabei waren Sucht- und Drogenthemen explizit ausgenommen. Das Theater sorgt für eine lockere Stimmung, eine angenehme Atmosphäre und schafft die Vertrauensbasis für den zweiten Teil, so das Konzept der Theatermacher.
In dem zweiten Teil gingen die Schülerinnen und Schüler in drei Schülergesprächsgruppen, in denen die Teilnehmer den Spielern von RequiSiT alle Fragen zum Thema Sucht und Abhängigkeit stellen konnten und auf jede Frage eine ehrliche Antwort erhielten.
Die Gespräche seien von einem hohen Maß an Offenheit und Authentizität geprägt, wurde den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern in der parallel dazu stattfindenden Gesprächsrunde berichtet.
Dass Glaubwürdigkeit und Authentizität zwei der wichtigsten Merkmale von RequiSiT sind, wurde auch in den Nachbesprechungen in den Klassen in den Folgetagen deutlich: „Gefallen hat mir die Gesprächsrunde, weil man so in den Alltag eines Süchtigen einblicken konnte und so gesehen hat,  was Drogen mit einem machen, …. weil man nun besser weiß, wie schwierig es mit dem Aufhören ist, … wenn jemand was erzählt, was er selber erlebt hat, versteht man es besser ... man hat mitbekommen, wie gefährlich und verheerend Suchtmittel sein können …., dass Sucht nicht nur bei Drogen sein kann, sondern z.B. auch beim Handy und man besser auf sich achtet.“ (Zitate aus den Fragebögen)