Chemieexkursion ins Liebig-Museum Gießen
– oder wie man eine Banane als Hammer benutzt

Mit einer Banane einen Nagel in ein Brett schlagen, das geht nicht? Falsch gedacht!

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Mit einem spannenden Experimentalvortrag wurden die Schülerinnen und Schüler der Chemie-Orientierungskurse von Frau Niederhöfer und Herrn Croll am 25. Januar 2018 über den Chemiker Justus von Liebig informiert. Dieser Vortrag fand in dem Hörsaal statt, in dem früher schon Justus von Liebig selbst Vorlesungen gehalten hatte und der sich noch immer im Originalzustand befindet. Dadurch, dass der Vortrag in dem Raum des Museums gehalten wurde, wo auch schon damals Liebigs Studenten saßen, und dieser auch noch wie damals aussieht, konnte man sich gut in die Lage der Studenten hineinversetzen.


Der Vortrag, der über Liebigs Lebensweg, die Anfänge der organischen Chemie und die Entdeckungen Liebigs informierte, wurde von zahlreichen Experimenten umrahmt. Experimente mit Knallerbsen bis hin zu unterschiedlichen Flammen-färbungen sowie Nachahmen eines Feuerspuckers und wie man mit einer durch flüssigen Stickstoff gefrorenen Banane einen Nagel in ein Brett schlagen kann, begeisterten die Schüler sehr. Nebel, der über die Tischkante wabert, oder bunte Flammen und ein kleines Feuerwerk. Auch das Verbrennen von Schießbaumwolle auf der flachen Handfläche, ohne dass man sich eine Verbrennung zuzieht, machte einen spektakulären Eindruck.
Kleine Anekdoten aus Liebigs Leben wie seine Experimente zur Herstellung von Knallerbsen, wobei es dabei zu einer Explosion gekommen ist und er dadurch seinen Ausbildungsplatz verloren hat, brachten die Schüler zum Schmunzeln. Dazu passend durften die Schüler selber Knallerbsen werfen, sodass die, die in den vorderen Reihen saßen, etwas in Angst gerieten und alle ihre Köpfe einzogen.
Nachdem die Lebensgeschichte anschaulich und spannend erzählt worden ist, wurde die Gruppe durch das Museum geführt, welches hauptsächlich aus originalen Möbeln und den Laboren von damals besteht. Dadurch konnte man sich vorstellen, wie damals gelehrt und geforscht wurde.
Beendet wurde die Führung mit dem Experiment „Bellender Hund”, das schon damals Liebigs Besucher, darunter auch der König und die Königin von Bayern, in seinen Bann zog.
Insgesamt haben die Schüler sehr viel über Liebigs beeindruckendes Leben, seine Erfindungen und seine Erfolge in der Chemie erfahren und spannende und vielseitige Experimente verfolgen dürfen. Dies war ein gelungener Ausflug.

von Sarah Kuhnhenn und Marleen Prinz