Fachschaft Chemie

Chemie

Die Naturwissenschaft Chemie ist in unserem Leben allgegenwärtig. In Natur, Alltag und Technik begegnen uns chemische Prozesse und Stoffe, ohne die unser Leben nicht vorstellbar wäre. Ziel des Unterrichts ist es, für die Schülerinnen und Schüler einen positiven Zugang zum Fach Chemie zu schaffen, damit sie im Alltag kompetente Entscheidungen und Bewertungen treffen können. Ziel ist es außerdem, die Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern und ihnen die Möglichkeit einer naturwissenschaftlich orientierten Laufbahn zu ermöglichen.

  • Im Anfangsunterricht (1. Lernjahr Chemie) nimmt das Experiment eine zentrale Rolle ein. Hierbei werden naturwissenschaftliche Arbeitsweisen (gezieltes Beobachten, Protokollieren, Deuten etc.) eingeübt.
  • Speziell im Wahlunterricht im 2. und 3. Lernjahr Chemie wird das selbständige Experimentieren in Gruppen bis maximal 16 Schülerinnen und Schülern gefördert, um die Methodenkompetenz weiter zu verbessern. Dies soll den Schülerinnen und Schülern die Entscheidung für einen Orientierungs- bzw. Leistungskurs erleichtern.
  • Ab dem 2. Lernjahr Chemie wird die Internetrecherche zur Stärkung der Methodenkompetenz eingeführt und in dem 3. Lernjahr fortgeführt und weiterentwickelt.
  • In den Leistungskursen sollen Exkursionen an eine Universität oder ein wissenschaftliches Institut (z.B. Universität Marburg, XLAB Göttingen etc.) sowie zu den Kooperationspartnern (z.B. H&V, Hettich) durchgeführt werden.

 

Alle zwei Jahre kann die Fachschaft Chemie Fördergelder vom Fonds der Chemischen Industrie (http://www.vci.de/fonds) beantragen, die wir dazu nutzen, unser Angebot an Chemikalien und Labormaterialien zu ergänzen. Damit ist es uns möglich, weitere interessante Schülerexperimente durchzuführen. Vor vier Jahren wurden durch die Fördergelder unter anderem acht pH-Meter, drei Magnetrührer, zwei Infrarotthermometer und verschiedenste Chemikalien angeschafft.

Vor zwei Jahren konnte durch ein besonders starke Förderung ein Satz von 18 Schülernetbooks angeschafft werden, der jetzt für alle Chemieschüler bei Experimenten oder Recherchen zur Verfügung steht. Und auch in diesem Jahr haben wir wieder Gelder beantragt, um unsere experimentelle Ausstattung weiter zu verbessern. Davon haben wir u.a. Magnetrührer mit integriertem Thermometer sowie spezielle Glasapparaturen und Chemikalien gekauft.

Exkursion zum Unternehmen Hettich

ausflug zum unternhemen hettich 090517Wir haben mit unserem Chemie Leistungskurs eine schulische Exkursion zu dem Druck- und Spritzgusswerk Hettich unternommen. Diese haben wir im Rahmen unseres Unterrichtsthemas „Kunststoffe“ gemacht.
Zu Beginn wurde uns das Unternehmen anhand einer informativen Präsentation von einem dualen Studenten, der selber einmal Edertalschüler war, vorgestellt. Hier konnten wir schon vielfältige Fragen loswerden, die kompetent beantwortet wurden. Anschließend durften wir uns die Produktionsabteilung ansehen und wurden während einer Führung gut über die Produktionsschritte, besonders im Hinblick auf die Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe, informiert. Am Ende der Führung konnten wir noch das Prüflabor sehen.
Insgesamt haben wir einen guten Einblick in das Unternehmen Hettich, die dort angebotenen Arbeitsplätze und die Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Kunststoffen erhalten.

Laura Hallmann und Dina Röhle, Chemie LK Croll

Chemie LK auf den Spuren des Papiers

 Exkursion nach Hatzfeld zur Firma H&V

Am 02.11.2016 waren wir, der Chemie LK der jetzigen Q3, zu Besuch bei der Firma H&V in Hatzfeld. Nachdem wir mit Sicherheitsweste und Schutzbrille ausgestattet worden waren, hörten wir zunächst zwei Präsentationen. In der ersten Präsentation wurde uns einiges über die Entstehung und Entwicklung der Firma Binzer berichtet, ebenso wie über den Zusammenschluss mit H&V.In der zweiten Präsentation wurde uns erläutert was genau bei H&V produziert wird. Dabei wurde uns erklärt wie Papier hergestellt wird. H&V in Hatzfeld hat sich nicht auf Produktion in großem Maße, sondern auf die Herstellung von Spezialpapier, welches dann beispielsweise für Filter verwendet wird, spezialisiert. Hier liegt auch der Grund warum gerade wir als Chemie LK H&V besichtigt haben. Bei der Herstellung des Papiers werden beispielsweise Kunststoffe verwendet, mit denen wir uns im Unterricht beschäftigt haben. Nachdem wir alles in der Theorie über die Firma gelernt hatten, begaben wir uns in die Firma und bekamen eine Führung über die Strukturen und die Abläufe zur Papierherstellung. Anfangs wurde uns gezeigt wie aus den Naturfasern die feuchte Masse hergestellt wird, die zur Produktion des technischen Papiers benötigt wird. Anschließend wird der Masse die Feuchtigkeit entzogen, gepresst und in Rollen weiterverarbeitet. Diese Rolle werden im nächsten Schritt beschichtet und bekommen durch gezielte Behandlung ihre gewünschten Eigenschaften. Da sich H&V auf hochwertiges Papier spezialisiert hat, wurde uns in der letzten Produktionshalle die Herstellung von modernen Faser-Vliesstoffen gezeigt. Diese hochwertigen Stoffe bestehen aus Synthetikfasern und finden in den verschiedensten Bereichen ihre Anwendung, wie z.B. in der Wohnungseinrichtung,  bei der Bekleidung und in der Automobilindustrie. Abgeschlossen wurde die Exkursion mit einer Nachbesprechung in der wir noch weitere Fragen stellen konnten.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Ausflug auch mit Ausblick auf unser mögliches späteres Berufsleben.

geschrieben von: Johanna Wolf & Jan-Luca Müller

Fluoreszierende Flüsse und Blue Jeans

Chemie-LK experimentiert an der Uni Marburg

Einen arbeitsreichen, aber spannenden Tag verbrachte der Chemie LK der Q2 von Herrn Croll im Chemischen Institut der Universität Marburg. Zwei Studenten hatten einen Lernzirkel zum Thema Aromaten geplant und viele Experimente vorbereitet. Die Aromaten gehören zu einer sehr bedeutenden Stoffgruppe, so bilden sie neben Kunstostoffen, Sprengstoffen, Arzneimittel unter anderem auch Farbstoffe wie das Blattgrün Chlorophyll, das typische Jeans-Indigo-Blau oder Fluorescein, ein grün fluoreszierendes Nachweisreagenz, das aber z.B. auch am Sankt Patricks Day den Boston River grün färbt.

Nach einer theoretischen Einführung wurde in Kleingruppen so lange und hoch konzentriert experimentiert, dass fast die Mittagspause verpasst wurde. Am Nachmittag wurde das Erlernte vertieft, und im spielerischen Wettkampf überprüft. Höhepunkt war auch die Explosion eines aromatischen Sprengstoffes im nahegelegen Wald. Es herrschte ein tolle Stimmung und die Edertalschüler beeindruckten die Uni-Mitarbeiter durch ihre ausdauernde Motivation und Leistungsstärke – ein Erfolg für alle!