Demokratie – Nur wer mitmischt, kann bestimmen

von Leon Uebe

asdfWie sollte die Demokratie in der Zukunft aussehen und welche Rolle spielen wir Jugendlichen dabei? Diesen und ähnlichen Fragen stellte ich mich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und sogar Kiel (Schleswig-Holstein) vom 21.2 bis zum 23.2 in dem Seminar „Demokratie! Über die macht des Einzelnen und die Zukunft der Gesellschaft“ ,welches von der EKHN-Stiftung in Frankfurt am Main ausgerichtet wurde. Mein Name ist Leon Uebe und ich bin derzeit in der Q2 im Tutorium Blinn. Auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht hat mich Herr Nezi in der Demokratie-AG. Begonnen wurde am Donnerstag um 13.00 Uhr mit einem Podcast von Prof. Dr. Nils Köbel (Katholische Hochschule Mainz) und Patrick Breitenbach (ZDF-Digital), welche sich mit der Demokratie als Lebensform auseinandersetzten. Nach ca. einer halben Stunde konnte jeder auf die Bühne gehen, wenn er denn wollte, und seine Meinung über Demokratie im Alltag, insbesondere an der Schule, darlegen und diskutieren.


Nachmittags ging es gemeinsam zum Haus der Jugend und nach dem Abendbrot begann der wichtigste Teil des Seminars: Es gab zehn verschiedene Workshops, die man hätte belegen können, wobei die Themen von der Wirkung von Nachrichten auf die Demokratie, bis hin zu der Art und Weise wie Proteste funktionieren und Einfluss nehmen, reichten. Ich belegte den Workshop „Nur wer mitmischt, kann bestimmen – Partizipation in der Demokratie der Zukunft“. Am Donnerstagabend lernte man sich erst einmal innerhalb dieser Gruppen kennen, indem man zwei Minuten über ein Thema mit jemanden direkt diskutierte und danach zu jemand anderen wechselte.
Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück mit dem Bus zur Goethe-Universität, wo sich Referenten mit uns mit den jeweiligen Themen auseinandergesetzt haben. Bei mir ging es zuerst darum, dass wir Probleme unserer Demokratie und deren Ursachen aus unserer Sicht zusammentrugen. Anschließend beschäftigten wir uns mit Formen bzw. spezifischen Verfahren der direkten Demokratie und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Abschließend fassten wir unsere Thesen und Wünsche auf einem Plakat zusammen.
Am Abend haben wir uns dann gemeinsam den Film „Montags in Dresden“ angesehen, anschließend mit der Regisseurin Sabine Michel diskutiert und es wurden Fragen zum Dreh gestellt.
Samstag begann dann der öffentliche Teil der Veranstaltung, welcher auch in der Goethe-Universität stattfand. Unter anderem gab es einen Vortrag der Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Gabriele Britz zum Thema, weshalb die Demokratie nicht gegen den Rechtsstaat ausgespielt werden könne, und ein Vortrag von Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, zum Thema weshalb Journalismus so wichtig für Demokratie sei. Ein Vortrag ging durchschnittlich 30 Minuten und danach konnte das Publikum Fragen an die Referenten stellen. In der Mittagspause diskutierten wir Schüler mit den Besuchern über unsere Ergebnisse und Plakate.
Abschließend möchte ich der EKHN-Stiftung danken, dass sie uns Schülern die Möglichkeit geboten hat miteinander aber auch mit Professoren, Politikwissenschaftlern, Journalisten und anderen engagierten Bürgern über Demokratie zu diskutieren und neue Standpunkte kennenzulernen. Auch muss ich Herrn Nezi danken, dass er mich auf das Seminar aufmerksam gemacht hat, und dass er so engagiert die Demokratie-AG leitet. Mein größter Dank gilt aber meinen Mitteilnehmern, welche stets sehr offen und respektvoll diskutiert haben, obwohl man oftmals,von einem gewissen Meta-Konsens abgesehen, nicht der gleichen Meinung war. Trotzdem wurde von Vertretern aller demokratischen Richtungen und Meinungen die Ansichten des Anderen ernst genommen und debattiert, wobei es stets sachlich blieb. Ingesamt war das Seminar eine sehr interessante Erfahrung und ich habe viel Neues mitgenommen.