Hervorragende Auftritte der Volleyball-Teams der Edertalschule beim Landesfinale

Auch beim diesjährigen „Jugend trainiert für Olympia“-Landesfinale im Volleyball bot das Mädchenteam der ETS eine überragende Leistung und belohnte sich erneut mit der Silbermedaille. Einen ebenfalls erfreulichen Auftritt legte das völlig neu formierte Jungen-Team bei seiner Landesfinalpremiere mit einem siebten Platz hin.

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Eine ungerade Platzierung hatte sich der verantwortliche Lehrer Markus Krämer augenzwinkernd im Vorfeld von den Jungs gewünscht, „damit man mit einem Sieg im letzten Spiel nach Hause fahren kann“. Diese Vorgabe setzte das Team, das sich als Zweitplatziertes des Regionalentscheides für das Landesfinale qualifiziert hatte, im Spiel um Platz Sieben dann auch mit viel Einsatz und Kampfgeist um. Dass es nicht zu mehr reichte, lag einerseits an der extrem starken Konkurrenz u.a. aus den Leistungszentren in Frankfurt, Hofheim und Biedenkopf und andererseits sicher auch noch an der Unerfahrenheit des Frankenberger Teams, das sich im September ja erst als ein Team aus „Nicht-Volleyballern“ formiert hatte. Den Sprung ins Landesfinale dennoch zu schaffen und hier durchaus mit „den Großen“ phasenweise mithalten zu können, verdankt das Team seinem Einsatzwillen, seiner guten Stimmung und einer in den letzten Wochen verbesserten Trainingsmoral unter dem engagierten Coach Sebastian Graw. Mit mehr Zeit wäre vielleicht auch noch etwas mehr möglich gewesen.


Mit der erneuten Silbermedaille auf Landesebene für das Mädchen-Team der Edertalschule geht eine kleine Ära zu Ende. Zum fünften Mal in Folge fürs Landesfinale qualifiziert – jahrgangsübergreifend – überzeugte das Team zum wiederholten Male auf ganzer Linie und in allen Spielbereichen. So dominierte das Team die Vorrunde mit hochkonzentriertem Spiel und sehr flexibler Spielweise. Die Teams aus Gelnhausen, Kronberg und Sachwalbach wurden alle klar und ungefährdet mit 2:0 besiegt. Ein echter Prüfstein wartete mit dem „Derby-Gegner“ aus Biedenkopf im Halbfinale auf die Frankenbergerinnen. In einem spannenden, spielerisch und taktisch anspruchsvollen Spiel setzte sich  das Team der Edertalschule aber letztlich hochverdient mit 2:1-Sätzen durch und zog erneut ins Finale ein. „Die große Ausgeglichenheit und unglaubliche Stimmungsfähigkeit aller sind die Eckpfeiler und Stärken dieses ganz besonderen Teams“ lobt Coach Krämer. „Eine solche Bank außerhalb des Feldes mit bis zur Erschöpfung anfeuernden Spielerinnen ist enorm wichtig und immer für ein paar Extrapunkte gut!“
Somit kam es wieder einmal zum großen Endspiel um die Bundesfinalteilnahme in Berlin gegen den Dauerrivalen und Seriensieger der letzten sechs Jahre von der Elly-Heuss-Schule in Wiesbaden, die Bundesligareserve des VC Wiesbaden. Schon im letzten Jahr boten die Frankenbergerinnen eine wirklich sehr gute Leistung, waren aber letztlich gegen die Angriffsdominanz und körperliche Überlegenheit der Wiesbadenerinnen chancenlos. Das sollte dieses Jahr anders werden...
Von Beginn entwickelte sich ein hochklassiges, ausgeglichenes und äußerst engagiert geführtes Spiel zwischen den beiden besten Schulteams der letzte Jahre, bei dem einmal dieses und einmal jenes Team die Nase vorn hatte. Setzte das Team der Edertalschule die Gegnerinnen mit druckvollen Aufschlägen und variablem Spiel unter Druck, konterten die Favoritinnen aus Wiesbaden mit souveräner Feldabwehr und fehlerfreien Angriffen. In engen Phasen sorgte immer wieder die stimmungsvolle Unterstützung von außen durch die Mitspielerinnen und auch das Jungenteam der ETS für einen Leistungsschub auf dem Feld, sodass sich ein offener Schlagabtausch mit hohem Unterhaltungswert entwickelte. Nachdem jedes Team einen Satz für sich entscheiden konnte, musste der Tie-Break die Entscheidung über die Bundesfinalteilnahme bringen.
Alles sah nach einem erneut engen Spielverlauf aus, bis das Team der Edertalschule sich eine unerklärliche etwa dreiminütige Schwächephase leistete, die die Gegnerinnen mit präzisen Aufschlägen auszunutzen wussten und sich mit vier Punkten absetzten. Das Team fand zwar genauso schnell wieder zu alter Stärke zurück, wie es sie verloren hatte, doch die Wiesbadenerinnen mit all ihrer Erfahrung gaben diesen Punktevorsprung nicht mehr aus der Hand und ge-wannen letztlich nicht unverdient den Tie-Break mit 15:12.
Was bleibt, sind einerseits sicherlich die Enttäuschung, es nicht nach Berlin geschafft zu haben – einfach, weil man noch nie so dicht dran war und den haushohen Favoritinnen wirklich ebenbürtig war – und andererseits aber auch das gute Gefühl, seit Jahren wirklich zu den besten Volleyball-Schulteams Hessens gehört zu haben. Der Respekt vor dieser außergewöhnlichen Leistung ist dem Team von allen Seiten sicher und nicht zu nehmen. „Die Mädels können stolz auf sich, ihr Team und ihre Leistung der letzten Jahre sein. Das war wirklich ein ganz besonderes Team !“, resümiert Coach Markus Krämer ein wenig wehmütig, weil es das letzte Hallenturnier mit diesem Team war, das nächstes Jahr aus Altersgründen nicht mehr an den Start gehen darf. Wie gesagt . Eine kleine Ärä geht zu Ende.
 
Für die Edertalschule spielten:
WK II-Jungen: Moritz Graw, Finn Heck, Tom Kerstein, Nils Klingelhöfer, Felix Paul, Kubilay Sarac, Tim Schleiter, Rune Schütz, Julian Skrentny. Coach Sebastian Graw,
WK II-Mädchen: Laura Bradschetl, Annabelle Briel, Patricia Dannler, Alessa Hallmann, Marie Theres Junk, Paula Krupke, Leonie Mandel, Aliya Nova Rutsch, Paula Schuchard, Juliane Zink. Coach: Markus Krämer