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Eine geniale Mischung (HNA, 01.07.2019)

1500 Besucher feierten Open-Air-Classic „Mississippi feelings“

2019 07 01 Eine geniale Mischung Bild1 ORGMississippi feelings - Music of the American South“, lautete das Motto - und Doc „Molly“ sang „In the Heat of the Night“: Treffender hätten die Titel für die 14. Frankenberger Open-Air-Classic am Samstagabend auf dem Freigelände des Autohauses Beil kaum ausgewählt werden können: Bei nahezu tropischen Temperaturen erlebten 1500 Besucher ein hochklassiges Konzert mit hörbarer Freude an der Musik und am Gesang. Die 230 Mitwirkenden aus sieben Ensembles der Edertalschule Frankenberg und der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen sowie die Wisconsin Gospellers als „Special Guests“ boten von der ersten bis zur letzten Sekunde hohes Niveau. Veranstalter Günter Beil begrüßte besonders den hessischen Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz als Schirmherrn des Abends. Ein Platz blieb leer – der des vor wenigen Wochen ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke. „Dass Dr. Lübcke ein Opfer rechtsradikaler Gewalt wurde, ist unmenschlich, unfassbar und unbegreiflich“, sagte Beil. Und: „Lassen wir es nicht zu, dass radikales Denken in unserer Gesellschaft einen Raum bekommt.“ Dann lebten aber die Gefühle des 3778 langen Mississippi auf – der Fluss im amerikanischen Süden hat viel Hass und Gewalt gesehen, aber auch viel Hoffnung. Die Besucher ließen sich mitreißen von der Musik des „Old Man River“.

Rainer Böttcher dirigierte zunächst die Filmmusik „North and South“ aus „Fackeln im Sturm“, Martin J. Fischer die Musik aus dem Kriegsfilm „The Patriot“. Und das Jazz-Orchester mit dem unvergleichlichen Doc „Molly Hassel“ präsentierte Musik aus dem Fundus von Ray Charles: „Georgia“ - und eben „In the Heat of the Night“ - mit einer genialen Mischung aus Soul und Blues nach Arrangements von Martin J. Fischer und Benedikt Huhn. „Er lebt weiter“, kündigten die Moderatoren Markus Wagener und Rainer Böttcher die Musik eines „Unsterblichen“ an: Elvis Presley. „A Tribute to the King“, stand auf dem Programm, danach Musik von George Gershwin, dem großen Komponisten großer Melodien: „Ein Amerikaner in Paris“. Die Zuhörer hatten viel Vergnügen – auch mit der Bigband unter Torsten Herguth und Titeln wie „Hit the Road Jack“ und „Hallelujah I love her so“ mit Annika Neuschäfer als Solistin. Und nach der Pause ging die musikalische Post so richtig ab: erst mit den heißen und temperamentvollen, aber auch einfühlsamen Gospels der Wisconsin Gospellers mit den Solisten Eric Ballard und Caroly Blair, dann musizierten die beiden Orchester aus Frankenberg und Bad Arolsen aus „Porgy and Bess“ und „Forrest Gump“. Und die Chöre sangen „Sweet Home Alabama“. Herausragend: der gemeinsame Chorgesang mit dem Gospelchor: „Jehovah Jireh“. Die Zugabe mit allen Mitwirkenden durfte nicht fehlen: „He never failed me yet“.